Zwei Drittel der Viertelmillion für Spielstätten-Umbau schon geschafft
29.04.2009 | 18:30 Uhr 2009-04-29T18:30:00+0200
Vom Spendenmarathon spricht der Verein, es handelt sich wohl eher um einen Sprint. Etwa 250 000 Euro kostet Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen die Ausweich-Spielstätte im Sportcenter Injoy, kurzfristig muss diese Viertelmillion zusätzlich zum normalen Saisonetat von Geldgebern aufgebracht werden.
Mut macht eine Zwischenbilanz: Nach dem Sponsorentreffen vor Ort kamen bereits knapp zwei Drittel zusammen.
Der Ortstermin in der möglichen neuen Phoenix-Spielstätte war sehr gefragt. Mehr als 100 Gäste kamen ins Injoy nach Hohenlimburg, darunter etwa 70 Phoenix-Partner, und ließen sich von Aufsichtratschef Thomas Haensel und Geschäftsführer Oliver Herkelmann die Pläne für die Übergangslösung präsentieren. Deren Gesamtkosten für Hallen-Miete, Parkett, Beleuchtung, Korbanlage, Anzeigetafel, Toiletten, Notausgänge etc. liegen bei rund 250 000 Euro. Dass man diese zusätzliche Viertelmillion stemmen kann, muss Phoenix gegenüber der Liga sehr zeitnah nachweisen. „Am Montag müssen die Unterlagen bei der Liga sein, was wegen des Feiertages nicht leichter wird”, sagte Herkelmann. Dienstag tagt der Lizenzliga-Ausschuss, bei dem die Hagener Berufung gegen die Nicht-Erteilung der Lizenz vor knapp zwei Wochen eingelegt haben. Die Zuversicht, dort doch eine Lizenz mit auflösenden Bedingungen zu erhalten, sei mit dem Sponsorentreffen im Injoy deutlich gestiegen. Noch am Abend trafen die Phoenix-Verantwortlichen schriftliche Vereinbarungen mit den Anwesenden, tags darauf erklärte Herkelmann nach weiteren Zusagen: „Wir nähern uns zwei Dritteln. Aber es fehlt noch eine stattliche Summe und die Uhr tickt unbarmherzig gegen uns.” Angesichts der Spendenfreude freute er sich indes auch: „Unser Fans und Helfer sind schon erstligareif, unsere Sponsoren haben das nun auch gezeigt. Innerhalb von 48 Stunden eine solche Summe zu generieren, ist ein deutliches Zeichen an die Liga.” In die Berufung bei der Bundesliga (BBL), das machte Herkelmann deutlich, gehe man mit zwei möglichen Spielstätten - neben dem favorisierten Injoy weiter auch mit der Unihalle in Wuppertal. „Die Verträge da sind auch unterschriftsreif verhandelt”, sagte er. Von der Kompetenz des Lizenzliga-Ausschusses der BBL erwarte er dann auch eine klare Aussage, welche Lösung wirtschaftlich machbar sei - im Idealfall beide.
Umwandlung machbar
Aus Sicht der städtischen Bauverwaltung erscheint die Umwandlung der Injoy-Halle in eine Basketball-Arena nach ersten informellen Gesprächen mit den Phoenix-Verantwortlichen durchaus machbar. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Stadtsprecher Thomas Bleicher, dass in einem Brief an die Phoenix-GmbH Planungsdezernent Thomas Grothe deutlich gemacht habe, dass die Basketballer neben dem Nachweis von 500 Stellplätzen - 250 Autos sind allein auf dem Gelände des Fitness-Studios platzierbar - auch ein Verkehrs- und Lärmgutachten beibringen müssten. Außerdem seien die entsprechenden Brandschutzeinrichtungen und Fluchtwege nachzuweisen. Die Verwaltung sicherte gleichzeitig zu, dass ein entsprechender Phoenix-Antrag mit Vorrang bearbeitet werde.

16:20
An dieser Stelle möchte ich klarstellen, das es sich bei Phoenix Hagen um eine GmbH und nicht um einen Verein handelt, dies sollten auch die Schreiber des Artikels wissen, Denn es ist schon ein unterschied ob ich einem Verein oder einer Firma was gebe!!!
11:54
So lange es dem Bürger kein Geld kostet, sollen sie tun was sie nicht lassen können. Ich befürchte nur, das am Ende doch der Hagener Bürger wieder in die Tasche greifen muss.
19:04
Oh bitte liebe Verwaltung. Die Züge die da herfahren machen sicherlich mehr Lärm als die Autos und die Fans die zu den Spielen gehen.
Wenn Euch was am BB in Hagen und dem größten Werbeträger der Stadt liegt, dann gebt Ihr diesmal richtig Gas.