Zwangsversetzung von Opelanern ist zumutbar
06.05.2011 | 13:29 Uhr 2011-05-06T13:29:00+0200
Bochum.Ein Bochumer Opelaner (36) hat sich jetzt vor dem Arbeitsgericht zum zweiten Mal binnen weniger Tage erfolglos gegen eine befristete Zwangsversetzung ins Werk Rüsselsheim gewehrt. Das Arbeitsgericht entschied, dass ein Wechsel für ihn zumutbar sei.
Die befristete Zwangsversetzung eines Bochumer Opelaners nach Rüsselsheim ist zumutbar. Das entschied am Donnerstag das Bochumer Arbeitsgericht im Fall eines Monteurs (36), der sich per Einstweiliger Verfügung gegen seine Versetzung ins hessische Opel-Werk gewehrt hatte. Dem Mann entstünden keine unzumutbaren Härten für sein Privatleben, zumal die Versetzung auf höchstens drei Monate befristet sei, meinte die 1. Kammer. Sein Arbeitsvertrag beschränke sich nicht allein auf Bochum. Auch in bislang allen anderen dieser Fälle, über die das Gericht urteilen musste, waren die Opelaner gescheitert.
80 Prozent des Nettolohnes, ohne zu arbeiten
Der 36-Jährige befindet sich seit September 2010 in „Kurzarbeit Null“; er erhält 80 Prozent seines bisherigen Nettolohnes, ohne zu arbeiten. Weil er eine Tochter (2) hat und die Kindesmutter in Teilzeit arbeitet, wehrte er sich gegen die Versetzung. Jetzt muss er aber doch: Am 16. Mai geht’s los. Unterkunft, Spesen und Fahrtkosten zahlt Opel.
Bereits am 28. April hatte sich der Bochumer vor Gericht erfolglos gegen eine Versetzung gewehrt. Als Opel ihm dann tags darauf das konkrete Datum mitteilte, zog er erneut vor Gericht. Wieder erfolglos.
Opel begründet die Versetzung damit, dass es in Bochum zu viele und in Rüsselsheim zu wenig Mitarbeiter gebe. Bereits 150 Opelaner aus Bochum mussten wechseln. Weitere 70 taten dies freiwillig und dauerhaft.

13:31
Zwangsversetzungen, Drohungen, Einschüchterung. Freiwilligen Personalabbau gibt es bei Opel nicht. Wird Zeit, dass das Massenmobbing an die Öffentlichkeit kommt. Gleichzeitig Sonderschichten in England und Polen. Genau da ist die GM-Politik: Zusagen brechen, Astra-Produktion aus Bochum weg verlagern und die Mannschaft unter Druck setzen. Und am Schluss ist die Belegschaft und nicht GM-Profitgier an den Kündigungen schuld. Die Belegschaft sollte sich wieder auf ihre Stärken aus 2000 und 2004 besinnen. Schönen Gruß an die Jungs bei ThyssenKrupp!
17:34
und für Ihn kommen dann Leiharbeiter
18:12
In der Deutschen Geschichte wurden doch schon immer Menschen Zwangsversetzt...
17:55
Sind das die Richter, die sich nicht mal vom Arbeitsgericht zum Sozialgericht versetzen lassen?
Im selben Gerichtsgebäude?
Ohne den Weg durch die Instanzen bis zum Bundesverwaltungsgericht zu gehen?
16:48
Die Opelaner sind mir während der täglichen Medienpräsenz bereits unangenehm aufgefallen - alle Einfamilienhaus und Heulen auf ganz großem Niveau . Kann die Typen nicht ab - selbst einfache Leute sind dort völlig überbezahlt und nur am rumsülzen . Lange nichts mehr von diesem Betribsmann gehört - was ist los ?
16:27
Was will der Mann? Einfach mal den Arbeitsvertrag gründlich lesen (und natürlich auch verstehen).
16:13
meine güte...3 mon und unterkunft,fahrtkosten und spesen.
was will man mehr.
wenn bochum irgendwann vielleicht dicht macht reissen so leute sich drum nach r-heim arbeiten zu dürfen.
15:24
Und wie wärs mit einer Zwangsversetzung eines Arbeitsrichters von Bochum nach Frankfurt am Main? Sicher nicht zumutbar... ;o)
15:08
Fristlos entlassen und die Arbeitsverweigerung als Kündigungsgrund angeben. So Schmarotzer richten unseren Staat weiter zu Grunde.