Ziel: Mit dem BVB in den UEFA-Cup
20.06.2007 | 09:34 Uhr 2007-06-20T09:34:34+0200Giovanni Federico war der herausragende Spieler der 2. Bundesliga und will sich jetzt beim BVB und damit in der 1. Liga durchsetzen: Der gebürtige Hagener entspannt gerade beim Urlaub in seiner italienischen Heimat und freut sich schon auf den Trainingsbe
Wo erreichen wir Sie?
Giovanni Federico: "In Apulien. Ich mache hier bis Montag Urlaub. Den Trainingsplan von unserem Trainer Thomas Doll habe ich dabei. Faulenzen ist nicht. Und bald geht es ja endlich los."
Sie haben die freie Zeit auch zum Umzug genutzt.
"Ja, da bin ich heilfroh, sonst wäre ich auch nicht in den Urlaub gefahren. Ich wollte bis zum Trainingsbeginn alles erledigt haben. Ich wohne jetzt in Herdecke."
Das passt, da ist es weder weit zu Ihrem Arbeitsplatz nach Dortmund noch zu Ihrer Familie in Hagen. Werden Sie mal bei Ihrem ersten Verein SSV Hagen oder bei Ihrem Bruder Nico, der zuletzt beim TSK Hohenlimburg spielte und jetzt wohl wieder in Hagen aktiv wird, vorbeischauen?
"Wenn ich sonntags mal Zeit habe, dann sicher gerne. Mal schauen."
Am 1. Juli ist Trainingsbeginn.
"Ja, ein Sonntag, ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen. Ich freue mich schon, dass ich das Trikot tragen darf. Das hat für mich auch was mit Ehre zu tun, beim BVB zu spielen. Es ist ein bisschen wie bei den Borussen-Fans. Ich bin als Hagener mit dem BVB aufgewachsen."
Zum Trainingsauftakt werden Sie auch erstmals Ihren neuen Trainer treffen.
"Ja, Thomas Doll und ich haben bislang nur telefoniert, aber keinen Termin für ein Treffen gefunden. Ich weiß natürlich, welcher Trainertyp er ist und was er erwartet. Ich denke, er setzt viel auch auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung."
Als Sie sich für den BVB entschieden haben, war noch nicht klar, wer Ihr Trainer wird. Und Sie hatten auch gute Angebote von anderen Vereinen.
"Ja. Aber der BVB ist für mich auch eine Herzensangelegenheit. Da war das Finanzielle nicht ausschlaggebend. Ich wollte die Chance nutzen und zu einem großen Klub wechseln. Und der BVB, der für mich immer noch zu den Top5 der Liga gehört, hat mir die beste sportliche Perspektive aufgezeigt."
Sie sind Mittelfeldspieler, in diesem Mannschaftsteil gibt es in der nächsten Saison zehn Bewerber für vier Plätze. Wo sehen Sie sich?
"Das wird ein harter Kampf, aber ich bin zuversichtlich. Mein Vorteil ist, dass der Platz hinter den Spitzen zwar meine Lieblingsposition ist, ich aber auch auf den Seiten oder ganz vorne spielen kann."
Das klingt flexibel.
"Und ist, denke ich, gut für mich. Wichtig ist, dass der Trainer mir vertraut. Wenn er mich spielen lassen möchte, findet er eine Position. Aber es ist natürlich von Vorteil, wenn man auf einer festen Position spielt."
Sie waren in Bochum und in Köln auf dem Sprung in die erste Liga. Zwei Mal wurde es nichts. Dortmund ist der dritte Versuch. Was macht Sie optimistisch, dass es dieses Mal klappt?
"In Bochum habe ich ein Jahr bei den Amateuren gespielt. In Köln habe ich einige Fehler gemacht. Damals hatte ich auch mit dem Trainer kein Glück. Der hat nicht hinter mir gestanden. Ich war jung und bekam nicht die Chance, mal mehrere Spiele am Stück zu spielen. Der Wechsel zum KSC waren für mich ein Doppelschritt nach vorne. Ich bin jetzt fast 27 Jahre alt, habe mich weiterentwickelt und bin bereit Verantwortung zu übernehmen. Das habe ich beim KSC ausreichend gezeigt und genug Spiele mitentschieden."
Beim KSC hatten Sie zwei tolle Jahre mit 33 Toren in zwei Spielzeiten und dem Aufstieg. Beim BVB fangen Sie wieder von vorne an.
"Ich wollte ja noch einmal was Neues machen, deshalb habe ich mich nicht gegen Karlsruhe, sondern für Dortmund entschieden. Ich bin bereit für die nächste große Herausforderung."
Wie sieht Ihre Zielsetzung für die Saison aus, persönlich und für den BVB?
"Ich will spielen, egal auf welcher Position. Und das so viele Spiele wie möglich. Ich denke, dass wir wieder den UEFA-Pokal anpeilen sollten. Unser Kader ist gut, wir haben uns gut verstärkt. Die Qualität ist vorhanden."

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