Zambrano hat keine Angst vor Grafite und Co.
17.09.2009 | 18:06 Uhr 2009-09-17T18:06:00+0200
Gelsenkirchen. Die geballte Sturmkraft des VfL Wolfsburg ist Schalkes Trainer Felix Magath gut in Erinnerung. Denn schließlich hat er Grafite und Edin Dzeko zu den begehrtesten Torjägern der Liga gemacht. Am Freitag spielt der Meister mit seinen Topstürmern in der Veltins-Arena auf.
Und Felix Magath sagt: „Wenn ein Gegner offensiv so stark ist wie der VfL, dann ist es besser, man verlagert das Spiel vom eigenen Tor weg.” Der Schalker Cheftrainer sagt aber auch, dass man Grafite und Co. nicht ein ganzes Spiel ausschalten kann. Auf Marcelo Bordon und Co. dürfte in der Schalker Abwehr also Schwerstarbeit zukommen. Zu Co. gehört seit Saisonbeginn ein in der Bundesliga neues Gesicht. Der Peruaner Carlos Zambrano scheint in der Schalker Abwehr richtig Fuß zu fassen. Auf jeden Fall hat ihn Sportchef Felix Magath in bisher allen Saisonspielen in der Innenverteidigung eingesetzt.
Der 20-jährige Nationalspieler ist seit 2006 beim FC Schalke 04, hat also schon in der Jugend bei den Königsblauen gespielt. 2005 war Carlos Zambrano bei der U-17-Weltmeisterschaft in seinem Heimatland von Spähern entdeckt worden. Der FC Schalke 04 lud den Nachwuchsspieler von Academica Deportiva Cantolao damals zu einem zweiwöchigen Probetraining ein, in dem er einen guten Eindruck machte. Deswegen kam der Wechsel im Jahre 2006 nicht überraschend.
„Ich bin natürlich froh, dass ich jetzt meine Chance bekommen habe”, sagt Zambrano als einer der Schalker Stammspieler. In der Vorsaison war er auch schon im Bundesligakader, wurde aber nie berücksichtigt. „Ich hatte mir schon überlegt, ob es nicht besser ist, den Verein zu wechseln. Aber der neue Trainer gibt auch den Jüngeren eine Chance. Das war im vorigen Jahr nicht so”, lässt er über eine Dolmetscherin sagen. Denn die deutsche Sprache versteht er zwar teilweise, aber wenn er deutsch sprechen soll, wirkt er sehr unsicher. Noch, denn seit Felix Magath da ist, bekommen Zambrano und andere Spieler, die es nötig haben, zweimal in der Woche Deutschunterricht.
„Es geht vorwärts”, sagt Carlos Zambrano über seine Sprachfortschritte, wobei die Fortschritte im sportlichen Bereich ganz sicher größer sind. Der Peruaner hat in dieser Saison, wie er sagt, „Vertrauen gefasst”. Er glaubt, dass er in Schalke eine echte Chance bekommt, auch wenn er manchmal im Spiel noch Fehler macht. Meistens aber spielt er einen guten Part. „Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl”, sagt Zambrano und zögert ein wenig: „Ich habe bisher zwar immer mitgespielt, aber ich bin noch kein Stammspieler. Um das zu werden, muss man sich im Training jeden Tag neu anstrengen”, sagt Zambrano.
Vor großen Namen wie am Freitag Dzeko und Grafite hat er keine Angst. „Fußball ist Freude”, sagt er. „Angst habe ich dabei nie.” Marcelo Bordon, Schalkes Routinier in der Abwehr, würde ihm auf dem Platz viel helfen. „Er strahlt eine große Präsenz aus. Das ist sehr wichtig.”

21:25
Und wenn nicht, dann staunst Du wieder, Du Ewigstauner!
20:48
Die wird er schon noch bekommen.