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Polizei-Bilanz

Zahl der Unfälle im Kreis Olpe gesunken

09.02.2010 | 09:13 Uhr
Zahl der Unfälle im Kreis Olpe gesunken

Kreis Olpe. Über einen deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle freute sich Landrat Frank Beckehoff. Auf den Straßen im Kreis Olpe gab es im vergangenen Jahr 276 Unfälle weniger - ein Rückgang um 6,9 Prozent.

Waren es in 2008 noch 4.000 Verkehrsunfälle, so registrierte die Polizei Kreis Olpe im vergangenen Jahr 3.724 Unfälle. Landesweit blieben die Zahlen hingegen fast unverändert, so Beckehoff bei der Vorstellung der Unfallstastistik 2009.

Raserei Unfallursache Nummer 1

Ursache Nummer eins bleibt die Raserei. Danach folgen Abbiegen/Wenden, Vorfahrt und Abstand. Kein so großes Problem mehr sind im Kreis Olpe die Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss. „Da stehen wir im Vergleich mit dem Land gut da", sagte der Erste Polizeihauptkommissar Reinhard Schulte, Direktionsleiter Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Olpe.

Sieben Menschen verloren bei sieben Unfällen ihr Leben: zwei Fußgänger, zwei Kradfahrer sowie jeweils ein Radfahrer, Rollerfahrer und Pkw-Fahrer. In 2008 waren es sechs Verkehrstote bei fünf Unfällen. Bei Betrachtung der Verkehrstoten im Fünf-Jahres-Zeitraum lässt sich jedoch ein positiver Trend erkennen. „Da gibt es einen kontinuierlichen Rückgang", so Schulte.

52 Kinder verunglückt

Blieb die Zahl der Schwerverletzten in 2009 nahezu gleich, so gab es 13,6 Prozent weniger Leichtverletzte. Auch bei den Sachschadenunfällen (Bagatellunfällen) ist ein Rückgang um 8,7 Prozent (von 2.742 auf 2.504) zu verzeichnen. Sehr erfreulich sei auch, dass die Zahl der verunglückten Kinder von 60 auf 52 zurückging, so Schulte.

Immer wieder ein Thema ist die Problemgruppe der Jungen Fahrer (18 bis 24 Jahre). Hier ging die Zahl der Verunglückten von 137 auf 120 zurück. Hauptunfallursache bleibt mit großem Abstand überhöhte Geschwindigkeit. Mit dem Laser rückt die Polizei diesen jungen Fahrern zu Leibe. „Bei dieser Altersgruppe gibt es keine Toleranz."

Netzwerk Kradfahrer

Nachdem es in den ersten drei Jahren überhaupt keine Unfälle im Rahmen des Begleiteten Fahrens ab 17 Jahre gab, so kam es im vergangenen Jahr zu vier Unfällen. Ursachen: Fehler beim Abbiegen oder Kreuzen.

Ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit im Straßenverkehr ist in diesem Jahr die erneute Teilnahme am „Netzwerk Kradfahrer". 2009 verunglückten 53 (51 in 2008) Kradfahrer. Die Anzahl der Schwerverletzten ist von 20 auf 28 gestiegen, die der Leichtverletzten von 28 auf 23 gesunken. Mit dem Netzwerk, an dem sechs Kreispolizeibehörden teilnehmen, wird zeitgleich geblitzt und aufgeklärt. „Massive Geschwindigkeitsmessungen haben eine größere Wirkung", betonte Polizeidirektor Diethard Jungermann.

Aufklärung per Video

Dabei setzt die Polizei im Kreis neben Repression auch auf Aufklärung der Kradfahrer. So werden Videos mit möglichen Gefahren gezeigt. „Wir versuchen, mit den Motorradfahrern ins Gespräch zu kommen. Das funktioniert gut", sagte Diethard Jungermann.

Roland Vossel

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