Wer lenkt die Fortuna zum Erfolg?
23.10.2010 | 00:10 Uhr 2010-10-23T00:10:32+0200
Düsseldorf.Zweitligist Fortuna Düsseldorf tritt am Sonntag beim SC Paderborn an. Gesucht wird ein Ersatz für Marco Christ. Talent Maximilian Beister ist verletzt.
Es ist eine der brennenden Fragen vor der Partie der Fortuna morgen um 13.30 Uhr beim SC Paderborn: Wer ersetzt den am Sprunggelenk verletzten Fortuna-Spielmacher Marco Christ? Eine offensiv ausgerichtete Variante wäre die Nominierung von Talent Maximilian Beister gewesen. Der 20-Jährige fällt allerdings wegen einem fiebrigen Infekt aus. Fehlen wird auch Stürmer Wellington (Muskelfaserriss). Fraglich ist der Einsatz des Mittelfeldflitzers Sascha Dum (Hexenschuss). Jetzt rückt Claus Costa wieder in das Blickfeld. „Claus gehört nach wie vor zum Stammpersonal“, bekundet Fortuna-Coach Norbert Meier.
Startelf-Debüt von Rösler?
Eine offensive, aber wohl eher unwahrscheinliche Variante wäre das Startelf-Debüt von Stürmer-Neuzugang Sascha Rösler. „Man könnte ihn schon von Beginn an bringen. Sascha war vom ersten Moment an integriert. Er braucht natürlich Praxis, das ist normal, wenn man so lange nicht gespielt hat“, verrät Meier. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Variante mit Oliver Fink und Claus Costa in der Schaltzentrale. „Denkbar ist alles“, sagt Meier und lässt Raum für Spekulationen.
Der 1:0-Siegtorschütze gegen den FC Augsburg, Thomas Bröker, hatte vor der Partie beim SCP leichte Oberschenkelprobleme. Aber der Einsatz des Stürmers ist nicht gefährdet. Für den 25-Jährigen wird es eine besondere Partie. Der Angreifer lief in der Saison 2006/07 für den SC Paderborn auf, blieb aber ohne Tor.
Mit dem SC Paderborn wartet nun eine heimstarke Mannschaft auf die Fortuna-Elf. Die Ostwestfalen holten alle sieben Punkte in der heimischen Arena. „Wir haben gegen Paderborn schon einige Schlachten geschlagen. Das ist eine sehr disziplinierte Mannschaft“, weiß Meier.
Fortuna-Verteidiger Kai Schwertfeger hat in der Universitätsstadt einiges vor: „Mit zwei Pflichtspielsiegen im Rücken können wir gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn mit gestiegenem Selbstvertrauen in die Partie gehen“, meint der 22-Jährige.
Paderborn steht auf Tabellenplatz 13, mit einem mageren Zähler Vorsprung drei Plätze vor der Fortuna. „Wir wollen gewinnen und den SC Paderborn in der Liga überholen“, fordert Schwertfeger.
Auf die Unterstützung der Fans kann Fortuna zählen: Etwa 3000 Anhänger werden mit nach Paderborn reisen.
Für Statistikfreunde hält die Fortuna einen ganz speziellen Wert parat: Das Team gab bisher ligaweit die meisten Torschüsse ab. Stolze 120, das sind etwa 15 pro Begegnung und bedeutet Bestwert (!) in der zweiten Bundesliga. Allerdings nutzten die Fortunen nur sieben Prozent ihrer Möglichkeiten. Zum Vergleich: Der SC Paderborn probierte es 91 Mal mit einem Torschuss, kam aber bei zehn Prozent zu einem Torerfolg.
„Ich finde es ja eigentlich gut, wenn aus dem Nahbereich oder der Distanz geschossen wird. Es wäre natürlich besser, wenn es sich prozentual auch in Torerfolge umschlägt“, bewertet Fortuna-Trainer Meier die Bilanz, „eigentlich gebe ich ja nicht so viel auf Statistiken. . .“

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