Wenn Arbeiten Spaß macht
16.08.2012 | 17:20 Uhr 2012-08-16T17:20:00+0200
Unser Leben ist zuweilen auf seltsame Weise portioniert. So trennen viele Menschen ihr Leben radikal zwischen Arbeits- und Freizeit. Arbeit gilt als fremdbestimmt, während erst nach Feierabend das eigentlich Menschliche ausgelebt werden kann. So mancher Dienst nach Vorschrift schiebende Mitarbeiter zeigt in seiner Freizeit, was alles in ihm schlummert. Da wird im Chor gesungen, Nachbarschaftshilfe geleistet. Viele Arbeitsverhältnisse sind offenbar so fremdbestimmt organisiert, dass der Mensch sich erst nach der Arbeit so richtig als Mensch fühlt.
Demnach ist es folgerichtig, dass oft erst mit der Rente die wahre Befreiung von der alltäglichen Mühsal der Arbeit winkt. All diejenigen wird Wolfgang Clement mit seiner Forderung, das Renteneintrittsalter bis zum 80. Lebensjahr hochzuschrauben , verärgert haben. Natürlich ist es Quatsch, einen Dachdecker noch im hohen Alter auf dem Dachfirst balancieren zu lassen. Dennoch stößt Clement angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft eine wichtige Debatte an. Fitte Alte, denen ihre Arbeit Freude macht, sollten auch so lange arbeiten dürfen, wie sie möchten.

14:50
Es ist besser jedem selbst überlassen, ob dieser nach Erreichen des Rentenalters, weiter macht (wenn es der Betrieb auch zulässt) oder nicht.
Das sollte nicht von der Politik entschieden werden, da diese sich komplett von der realen Welt abgekoppelt hat und nur das Umsetzen was die Lobbyisten denen zuflüstern.
Ich weiß auch nicht was der Herr Clement für Mittel nimmt um solche Gedanken zu Formulieren oder Phantasien zu haben, denn davon hätt ich auch gern welches :-)
15:45
Nach 45 Jahren Anrechnungszeiten ist Schluss. Aber warum sollten "Renter" nicht weiterhin aktiv sein und arbeiten. Das lohnt sich ja auch finanziell für die Rentner, die ohne Anrechnung hinzu verdienen dürfen. Es lohnt sich auch für die Gesellschaft. Im Ruhrgebiet gibt es immer mehr Rentner, die sich ehrenamtlich engagieren oder auch einer bezahlten Beschäftigung nach gehen. Das ist doch o.K.
08:15
Sehr geehrter Herr Klümper,
was machen Sie bei einer Befreiung vom Renteneintrittsalter mit denjenigen "Alten", die vorgeben, noch arbeitsfähig und -willig zu sein, tatsächlich aber eine Belastung für den Arbeitgeber und die Kollegen sind. Überspitzt ausgedrückt: Schiebt der "Zivi" diese Senioren jeden Morgen vom Altenheim an den Schreibtisch? Muss der Arbeitgeber dann auch Pflegekräfte für seine älteren Mitarbeiter einstellen?
07:04
Dass dieser alte, verschrobene und senile Mann im Dienst der Arbeitgeber-Propaganda-Agentur NSM unverhohlen die komplette Abschaffung der staatlichen Rentenversicherung fordert, ist nach seinem bisherigen Lebenslauf nicht verwunderlich. Clemens selber ist nämlich noch verhasster als die FDP, die er zur Zeit tatkräftig unterstützt. Die vielen Leserbriefe in sämtlichen Zeitungen, die dieses Thema hatten, sind eindeutig! Doch das Wirken dieser sogenannten "Vordenker" geht in der Regel auf.
Denn wie ein Fluss, der sich langsam und unaufhaltsam sein Bett gräbt, wollen die Neoliberalen den noch vorhandenen Rest des Sozialstaates, immer in homäophatischen Dosen, Stück für Stück abschaffen. Nie zuviel auf einmal, das könnte einen Aufstand geben.
Und die Medien geben ihm ein breites Forum, dem Mann, der zusammen mit Schröder, Müntefering und Steinbrück die SPD zu einer 20-30% Partei gemacht hat. Gut dass wir vorher noch darüber diskutiert haben, wenn wir es danach im Parlament durchwinken
06:58
Selbst wenn Arbeiten Spass macht sollte man,schon aus Verantwortungsbewusstsein den jüngeren Platz machen...
Es mag,analog zu 89 jährigen Autofahrern,Menschen geben die nicht loslassen können,aber diese halte ich für behandlungsbedürftig.
Saufen macht auch Spass aber zuviel macht krank....
Wer mit 67 noch nicht genug vom Arbeiten hat der hat ein ernstes Suchtproblem und die einzig wirksame Behandlungsmethode bei einer Sucht ist immer noch ein kompletter Entzug.... :-)