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BBL-Wackelkandidaten"...

Weitere Lizenzauflage abgehakt

01.07.2009 | 19:07 Uhr

Es gab (und gibt?) etliche Wackelkandidaten im Lizenzierungsverfahren der Basketball-Bundesliga (BBL), doch auf den letzten Drücker haben scheinbar alle die Kurve bekommen.

Zumindest nach eigenem Bekunden konnten sie bis zum Stichtag 30. Juni den geforderten Nachweis von 80 Prozent der erwarteten Sponsoreneinahmen vorlegen. Auch Geschäftsführer Oliver Herkelmann von Phoenix Hagen geht davon aus, diese Lizenzauflage erledigt zu haben, nachdem er die Unterlagen persönlich bei Reiner Moschall, dem Vorsitzenden des Gutachterausschusses, in Leverkusen vorgelegt hat. Eine weitere muss der Aufsteiger bekanntlich noch bis Ende Juli erfüllen, wenn die Übergangs-Spielstätte im Injoy von der BBL abgenommen wird. Auch Mitaufsteiger Mitteldeutscher BC und MEG Göttingen, die zuletzt noch aufgrund fehlender Sponsorengelder ihren Erstligastart infrage gestellt hatten, zeigten sich zuversichtlich. Der MBC meldete, mit einem Etat von 1,2 Millionen Euro in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start gehen zu wollen, und gab mit A2-Nationalspieler Nikita Khartchenkov von ProA-Ligist Chemnitz den ersten Neuzugang bekannt. Auch die Göttinger meldeten, dass sie fristgerecht bis zum Stichtag der BBL 80 Prozent (712 000 Euro) der Sponsorgelder für die nächste Saison vorweisen konnten. Bei den  Köln 99ers zeigten sich die Geschäftsführer Jens Brämer und Stephan Baeckzuversichtlich, dass mit den eingereichten Unterlagen die Auflagen erfüllt seien. Sieht dies die BBL in allen Fällen ebenso, bliebe nach dem Rückzug der Giants Nördlingen nur ein Platz durch das Wildcardverfahren am 9. Juli zu besetzen. Wobei die auf Abstiegsrang 17 angekommenen LTi Gießen 46ers auf ihrer Rechtsauffassung beharren, nicht als sportlicher Absteiger zu gelten und Einspruch beim BBL-Schiedsgericht eingelegt haben. Dennoch haben sie angekündigt, sich parallel beim Wildcardverfahren zu beteiligen. Das tut auch das letztährige Erstliga-Schlusslicht Eisbären Bremerhaven. Beide teilten übrigens mit, die Auflage von 80 Prozent der Sponsoreneinnahmen bis zum 30. Juni nachgewiesen zu haben. Bei Phoenix werden parallel zu den Arbeiten im Injoy und den Bemühungen um weitere Sponsoren die Personalplanungen vorangetrieben. Wobei Herkelmann einräumte, dass eine Weiterverpflichtung von Zach Freeman „eher unwahrscheinlich” sei. Gesucht werden vornehmlich drei erstligareife Neuzugänge -  ein körperlich kräftigerer Flügelcenter als es  Freeman ist, ein Brettcenter und ein Aufbauspieler.

Axel Gaiser

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