VWS-Entscheidung vertagt
14.12.2008 | 18:59 Uhr 2008-12-14T18:59:00+0100
Siegen/Bonn. Der Aufsichtsrat der Bonner Stadtwerke hat am Samstag noch nicht wie geplant über den Verkauf der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) entschieden.
Werner Schui von den Stadtwerken Bonn erklärte auf WR-Nachfrage, dass die Entscheidung nun in einer Sitzung Mitte Januar gefällt werden soll. Der Grund für die Verschiebung: Informationsbedarf der Aufsichtsratsmitglieder. Außerdem eile die Entscheidung nicht, so Schui.
Nachdem das Unternehmen 2005 vom Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Olpe an die Bonner Stadtwerke verkauft worden war, könnte die VWS im kommenden Jahr erneut den Besitzer wechseln.
Dem Vernehmen nach sind noch zwei oder drei Unternehmen im Topf, die sich für die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd interessieren. Der Verkaufspreis soll bei rund 4,4 Millionen Euro liegen. Eine Summe, die bei einigen Verkehrs-Experten Verwunderung hervor ruft: hatte das Unternehmen doch 2005 „nur” 3 Millionen Euro gekostet – und seitdem sind mehrere VWS-Immobilien verkauft worden.
Vor allem die VWS-Mitarbeiter machen sich große Sorgen um die Zukunft des Unternehmens (die WR berichtete). Bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd sind zurzeit 223 Mitarbeiter beschäftigt. Die Suerlänner GmbH, 100-prozentige Tochtergesellschaft der VWS GmbH, beschäftigt derzeit 32 Mitarbeiter.
Jürgen Weiskirch von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte die Öffentlichkeit über die Verkaufsabsichten schon vor Monaten informiert – „das ist beschlossene Sache”, sagte er damals im Gespräch mit der WR.

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