Vorspiel zum großen Stau
05.02.2012 | 19:46 Uhr 2012-02-05T19:46:00+0100Der Frost hat das Drama noch verlängert. Jetzt ist die A 45 bei Dortmund frei. Die Fahrbahn hat wieder festen Grund. Der Landesstraßenbetrieb, die Baufirmen und ihre Mitarbeiter waren rund um die Uhr im Einsatz.
Es war ein Ruhrgebiets-Klassiker der übleren Sorte, der über drei Wochen den Straßenverkehr im östlichen Revier gelähmt hat. Natürlich wissen wir: Das Revier ist unterhöhlt. Natürlich sind wir an Bergschäden gewöhnt. Aber so ein Einbruch? Die finanzielle Regulierung (wer muss das bezahlen?) dürfte noch lange Stäbe von Juristen beschäftigen.
Doch für die Pendler war die Unterbrechung ein eher harmloses Vorspiel zu einem dramatischeren Finale. Denn von Juli bis September, weit über die Ferienzeit hinaus, wird der Ruhrschnellweg in Essen gesperrt. Die Tunnelsanierung ist unaufschiebbar. Dieser Sommer wird schmerzlich klar machen, wie der Ballungsraum tickt. Täglich rollen 140 000 Autos über die Lebensader A 40. Im mittleren Ruhrgebiet werden sie enge Bypässe oder weiträumige Umfahrungen nutzen müssen. Die Bahn wird noch mehr zur Alternative, die offizielle Umleitungsempfehlung zur Lebenshilfe.
Was Dortmund jetzt lehrte, wird dann auch für Essen gelten: Vergessen Sie die nette Navi-Ansage. Sie schickt Sie hemmungslos ins überlastete Stadtstraßennetz – und in den Megastau.

17:23
Tja man müßte in Bayern wohnen oder in den neuen Ländern im Osten. Im Westen wird nur gearbeitet und integriert.