Vorsicht vor Maserninfektion in Südafrika
11.06.2010 | 11:40 Uhr 2010-06-11T11:40:00+0200
Essen. Fußballfans, die unsere Elf vor Ort anfeuern wollen, müssen einiges beachten. Denn in Südafrika drohen gefährliche Infektionskrankheiten. Welche Impfungen sind nötig und wie lassen sich Erkrankungen vorbeugen?
In Südafrika gibt es verschiedene Infektionskrankheiten, die für Europäer gefährlich werden können. „Am besten lässt man sich von einem speziell ausgebildeten Reisemediziner beraten“, sagt Dr. Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.
Malaria für Fans kein Problem
Obwohl Malaria in Südafrika eine weit verbreitete Infektionskrankheit ist, wird sie wahrscheinlich kein Problem für angereiste Fans sein: „Die WM findet im südafrikanischen Winter, also außerhalb der Regenzeit, statt“, sagt Jelinek. „Mücken, die Malaria übertragen, gibt es daher im Moment selten.“ Außerdem liegen die meisten Stadien nicht in typischen Infektionsgebieten. „Nur wer Reisen in den Norden und Nordosten des Landes plant, sollte sich informieren und gegebenenfalls vor Mücken schützen.“
Masern-Epidemie in Südafrika
Gefährlich könnten jedoch Maserninfektionen werden: „In Südafrika herrscht derzeit eine Epidemie mit über 5000 Betroffenen. Auch Nachbarländer melden schon die ersten Fälle“, so der Arzt. Obwohl es seit Jahren eine Empfehlung zur Masernimpfung in Deutschland gibt, seien etwa 20 Prozent nicht geimpft. Dabei sei die Kinderkrankheit keinesfalls ungefährlich, denn bei einer Infektion im Erwachsenenalter komme es sehr häufig zu Komplikationen wie Gehirnentzündung.
„Masern sind eine typische Tröpfcheninfektion“, sagt Jelinek. „Infizieren kann man sich daher schnell. Besonders im Stadion, beim Public Viewing oder im Bus, also überall wo sich viele Menschen aufhalten.“ Genauso leicht werden auch Grippeviren übertragen. „Denn in Südafrika ist jetzt Grippesaison und der Großteil der Bevölkerung ist ungeschützt.“ Neben der Grippeschutzimpfung empfiehlt der Experte auch eine Impfung gegen Schweinegrippe.
„Besonders aggressiv ist außerdem die Meningokokken-Meningitis-Infektion“, so Jelinek. „Die Erkrankung verläuft sehr schnell und kann bei Nichtbehandlung zum Tod führen.“
Typische Leiden sind:
• hohes Fieber
• starke Kopfschmerzen
• Nackenschmerzen
Wer unter diesen Beschwerden leidet, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, rät der Experte.
Keine Heuschnupfenzeit in Südafrika
Gute Nachrichten gibt es dagegen für Heuschnupfenallergiker: „Südafrika ist zur WM vermutlich ein idealer Aufenthaltsort für Pollenallergiker“ sagt Prof. Dr. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). „Denn dort ist jetzt Winterzeit, und die Blütenpollen am Kap nehmen eine Auszeit.“ Deshalb sei die Pollenbelastung im Moment sehr gering. Außerdem beruhige das feuchte Meeresklima in Küstennähe die Atemwege zusätzlich. „Allergiker, die zur WM reisen möchten, sollten trotzdem mit ihrem Arzt darüber sprechen und ihre Medikamente für den Notfall mitnehmen“, so der Experte
Reise gut planen
„Am besten lässt man sich zwei Wochen vor Reiseantritt impfen und beraten“, sagt Jelinek. „Doch selbst eine Impfung einen Tag vor Reiseantritt ist besser als gar keine.“ Neben Grippeschutz-, und Masernimpfung empfiehlt das CRM den Schutz gegen Hepatitis A, zudem sollten natürlich die Grundimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung aktuell sein.
„Wie bei jeder Reise, darf die Reiseapotheke nicht fehlen“, sagt Jelinek. Hinein gehören Mittel gegen:
• Fieber
• Kopfschmerzen
• Husten, Schnupfen
• Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen
Zu Versorgungsengpässen mit Medikamenten komme es dem Experten zufolge in Südafrika jedoch nicht. „Viele Medikamente bekommt man in den städtischen Apotheken“, sagt Jelinek. „Wer in die Nachbarländer reist, sollte jedoch vorsichtig sein. Denn hier gibt es viele gefälschte Arzneien.“

01:25
Aha, die Masern und ich dachte immer in Südafrika ist AIDS die Infektionskrankheit Nr. 1.
Hier glaube ich eher, dass Dr. Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin (CRM), entweder auf eine großzügige Spende von der großzügigen Pharmaindustrie hofft oder er sich einfach nur einen Namen machen will. Heute wurde berichtet, dass lediglich 1.500 deutsche angereiste Fans im Stadion waren, die kann Herr Jelinek ja wohl nicht gemeint haben, denn ich glaube nicht, dass die da unten WAZ lesen werden, vor allem wäre das Kind vom jetzigen Zeitpunkt ohnehin in den Brunnen gefallen. Es geht nicht um die par Fans da unten in Südafrika, es geht darum die WM als Aufhänger für das Mrd. schwere Impfgeschäft zu nehmen. Nicht die dortigen Fans sind das eigentliche Ziel, sondern wir deutsche daheimgebliebene Bevölkerung. Der Zeitpunkt verrät die eigentliche Absicht, die dahinter steckt. Würde heute gegen Masern geimpft, wäre der angebliche Impfschutz ohnehin erst mit Ende der WM gewährleistet. ALSO, wird wie so oft, die Massenpanikmache über die deutschen Medien initiiert. Ein Selbstläufer erster Güte. Ich bin sicher, wir werden in den nächsten Wochen noch mehr davon hören und mit Statistiken überhäuft werden, die erst nach genauem Zusammenrechnen an Bedeutung verlieren. Es werden dann natürlich Zahlen aus Afrika genommen werden und auf Deutschland hochgerechnet. Wir können aber auch Äpfel mit Birnen vergleichen.
Bezogen auf die Kombination WM und Masern wird in Fachkreisen der Werbung gerne der Begriff Assoziativer Werbung verwendet. Wäre unterschwellige Werbung in Deutschland erlaubt, dann würde so mancher Dr. schwach werden und dieses Instrument anwenden. Na, ja, wer schon die WM für seine Machenschaften benutzen muss, bewegt sich bereits am Rand der unterschwelligen Werbung, nicht war Herr Jelinek.
Wie haben Sie eigentlich ihren Dr.-Titel finanziert? Gibt es ja im Internet bereits zum günstigen Freundschaftspreis, nicht war?
Zum Wohle der Menschen, (schnüf, wie rührselig sie sind unsere ach so aufrichtigen Mediziner) ja, ja und ich tauche die Niagara -Fälle rückwärts hoch, is klar, `ne.
Das Wort Mediziner enthält das Wort Medizin, also ist demzufolge ein Mediziner ohne Medizin kein Mediziner?
12:26
Ich habs gewußt, Schweinegrippeimpfstoff muss noch weg! Wenns mit dem Zeug schon nicht im eigenen Land geklappt hat, muss man sich eben andere Gründe suchen. Habt ihr nur noch die Impfung gegen gallopierenden Gehirntripper vergessen aufzulisten:-)
11:25
@ wolfbup:
Der Teufel hat die Uweseelas doch schon gebracht, der wird sie daher nicht zurückwollen.
.
09:27
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23:54
Masern? Der Teufel soll die Vuvuzuelas holen. Die Fans werden alle mit Gehörschäden zurück kommen. Am Fernseher kann man ja den Ton abschalten. Oder gar nicht schauen, bis Herr Blatter den Lärm verboten hat.
17:52
.. und die Krankheit kann durch Speichel aus
der Vuvuzuela übetragen werden.
Boah...glaubse...
11:58
Dieser Bericht kommt genau zur falschen Zeit. Entweder zu früh oder zu spät, wie man´s nimmt.
Weil die meisten schon in Südafrika sein werden, ist der Bericht zu spät um noch vorzubeugen und zu früh, weil sie auch nicht über die Symtome der Erkrankungen lesen können.
Falsches Timing!