Vom Angriff in die Abwehr
15.03.2009 | 22:05 Uhr 2009-03-15T22:05:10+0100VOLLEYBALL. MSC-Spieler Ivan Perez muss im Duell gegen Leipzig umschulen und Libero Nikola Rosic vertreten.
Die Rechnung scheint simpel: Die Pokalfinalist und Playoff-Anwärter spielen gegen einen Abstiegskandidaten. Eine Begegnung mit vorhersehbarem Ergebnis. Zumal die Gegner sich mit der Erklärung ihrer Insolvenz bereits den entscheidenden Schlag versetzt zu haben scheinen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Favoriten mussten auf ihren Libero verzichten und die Außenseiter wollen sich mit ihrer Leistung für andere Vereine empfehlen. Das machte das Duell zwischem dem Moerser SC und den Gastgebern aus Leipzig spannend. Die Gäste gewannen 3:1 (19:25, 26:24, 29:27, 25:23) - aber keineswegs überlegen.
Zu früh für einen Einsatz Der wechselhafte Spielverlauf ist unter anderem dadurch zu erklären, dass Nikola Rosic erneut nur zuschauen durfte. Noch immer plagt den Moerser Libero der eingeklemmte Nerv im Rücken, der ihn schon beim Pokalfinale außer Gefecht gesetzt hatte. "Er läuft zwar schon wieder gerade", berichtete Trainer Georg Grozer. "Für einen Einsatz war es aber noch zu früh."
Als Ersatz nahm Iván Pérez, der die ganze Woche dementsprechend trainiert hatte und von Rosic ständig Ratschläge bekam, die Position des Liberos ein. "Er hat gut gespielt und alles getan, was er konnte", lobte Grozer den gelernten Außenangreifer. An ihm habe es nicht gelegen, dass die Leipziger zu Beginn des Spiels deutlich mit 6:0 in Führung gegangen war. "Unsere Angreifer haben den Ball einfach nicht übers Netz bekommen", erklärte Grozer. "Und das konnten wir nicht kompensieren." So gewannen die Leipziger den ersten Satz mit 25:19.
Doch unverdrossen und fast trotzig kämpften die Adler weiter um Ordnung im eigenen Spiel. Das gelang ihnen zwar immer besser, doch stets brachen sie nach einem Zwischenspurt ein und vergaben die eben erkämpfte Führung. So wurde es trotz Vorsprung zum Ende der Sätze wieder knapp. Immer wieder forderte Grozer seine Spieler auf, sich zusammenzureißen. "Wir haben heute nicht gut gespielt und müssten uns zum Schluss eigentlich noch bei Leipzig bedanken", gab Grozer zu. "Aber wir haben Gottseidank die beiden Punkte gewonnen, die wir brauchten."
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