Volkmar Klein zieht sich aus dem Landtag zurück
28.09.2009 | 16:50 Uhr 2009-09-28T16:50:00+0200
Nach der (Bundestags-)Wahl ist vor der (Landtags)-Wahl. Zumindest die beiden großen Parteien im Siegerland sind bereits auf der Suche nach Kandidaten, die sich am 9. Mai um einen Sitz im Düsseldorfer Parlament bewerben. Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist dabei in zwei Wahlkreise aufgeteilt.
Der Wahlkreis 126 setzt sich aus der Stadt Siegen sowie aus den Süd-Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Freudenberg zusammen, der andere aus Kreuztal, Hilchenbach, Wilnsdorf und Netphen sowie den drei Wittgensteiner Kommunen (127).
Die CDU muss einen Nachfolger für ihren Kreisvorsitzenden Volkmar Klein finden, der nach dem Gewinn des Direktmandats im Wahlkreis 149 Siegen-Wittgenstein in den Bundestag wechselt. Er werde sein Amt in Düsseldorf, „wie vier weitere Kollegen auch”, Ende Oktober abgeben, sein Nachfolger und auch der Kandidat für den Wahlkreis 127 würden am 26. Oktober bestimmt. Während es für den südlichen Wahlkreis noch keine offiziellen Bewerbungen gebe, habe die Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter angekündigt, dass sie wieder antreten wolle.
„Das Verfahren läuft”, teilte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Willi Brase („diese Frage einen Tag nach solch einer Klatsche”) am Montag auf Anfrage mit. Dass er erneut den gescheiterten Landratskandidaten Falk Heinrichs antreten lassen will, wollte er nicht bestätigen: „Da gibt es noch fünf, sechs weitere Namen, die sage ich jetzt nicht.” Die Partei werde die Nominierung rechtzeitig vornehmen, „in vier Wochen wissen wir mehr”.
Bereits Klarheit bei der FDP
Gelöst werden muss die Nachfolge-Frage für die Siegener Sozialdemokratin Helga Schwarz-Schumann, die sich nach zwei Legislaturperioden zum Rückzug aus dem Düsseldorfer Parlament entschieden hat. Dazu gehen SPD-Insider davon aus, dass im nördlichen Siegerland und Wittgenstein erneut der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Michael Sittler, auf dem Stimmzettel für die Landtagswahl stehen wird.
Während sich bei den Grünen noch am Sonntagabend der verhinderte Bundestagskandidat Dr. Peter Neuhaus ins Gespräch gebracht hatte, steht bei der Linken im Norden Ullrich Georgi bereit, wie er gestern bestätigte; für Siegen und den Siegerländer Süden sei noch kein Name im Gespräch. Auf jeden Fall solle ein Kandidat aus dem südwestfälischen Raum einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste bekommen: „Die Chancen stehen gut – denn einige, die für vordere Plätze in Frage gekommen wären, gehen aufgrund des guten Bundesergebnisses nach Berlin.”
Klarheit in der Kandidatenfrage herrscht bei den Freien Demokraten: Im Wahlkreis 126 kämpft Gerhard Kötter, ehemaliger Direktor der Volksbank im Siegerland, um das Direktmandat, im Wahlkreis 127 tritt erneut der Wilnsdorfer Ferdi Heimel an. Er sieht das Resultat vom Sonntag durchaus zwiespältig, weil er bei den folgenden Wahlen, also auch am 9. Mai 2010, eine „Wellenbewegung” erwartet – nach der zu erwartenden Verkündung von massiven Einschnitten auch in das soziale Netz könne das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlagen. Heimel: „Da könnte möglicherweise sogar mein eigentlich aussichtsreicher Listenplatz 25 ins Wanken geraten.”

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