Volkmar Klein hängt Willi Brase ab
27.09.2009 | 22:59 Uhr 2009-09-27T22:59:00+0200
Zweimal hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase das Direktmandat im Wahlkreis 149 Siegen-Wittgenstein gewonnen, am Sonntagabend fand er sich auf der Verliererseite wieder: Der CDU-Landtagsabgeordnete Volkmar Klein hängte den Sozialdemokraten ab – er erreichte 41,53 Prozent der Erststimmen.
Während Klein prozentual keine Stimmen dazugewann, verlor Brase gegenüber der vorherigen Bundestagswahl über vier Prozent und kam nur noch auf 39,13 Prozent. Weil der SPD-Mann mit Platz 5 auf der Landesliste seiner Partei abgesichert war und das NRW-Ergebnis der FDP von über 15 Prozent auch die Wilnsdorfer Liberale Helga Daub wieder in den Bundestag hievte, ist der Kreis Siegen-Wittgenstein jetzt wieder mit drei Abgeordneten in Berlin vertreten.
Der Wahlsieg Kleins zeichnete sich am Sonntagabend relativ schnell ab, Brases zum Teil deutlicher Vorsprung in Kreuztal, Hilchenbach sowie in den Wittgensteiner Kommunen reichte nicht – unter anderem, weil er in der Großstadt Siegen im Vergleich zu 2005 deutlich an Zustimmung verlor. Auch in den pietistisch geprägten Orten Freudenberg und Neunkirchen, in denen Brase vor vier Jahren noch gleichauf beziehungsweise vorne gelegen hatte, musste er gegenüber Klein Federn lassen. Noch schlimmer als ihren Vorsitzenden trifft das Ergebnis seine Partei, die von 39,04 auf 28,88 Prozent der Zweitstimmen absackte. Dagegen verlor die CDU „nur” 1,8 Prozent und wurde mit 34,80 Prozent zur stärksten Partei.
Zum Teil deutliche Zugewinne registrierten FDP, Grüne, die ohne Direktkandidaten angetreten waren, und die Linke. Während die Wahlbeteiligung in Siegen-Wittgenstein wie auf Bundesebene deutlich zurückging, konnte die NPD keinen Blumentopf gewinnen. Sie landete bei 1,22 Prozent und damit noch hinter der Piratenpartei, die es auf 1,31 Prozent brachte.

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