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Virtueller Arbeitsplatz ist Segen und Fluch zugleich

12.12.2012 | 11:45 Uhr
Virtueller Arbeitsplatz ist Segen und Fluch zugleich
Ständige Erreichbarkeit steigert die Produktivität, erhöht aber auch den psychischen Druck auf die Arbeitnehmer.Foto: Getty

Hamburg  Dank mobiler Technologien sind Mitarbeiter auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten immer erreichbar. Laut einer Umfrage steigere das die Produktivität. Allerdings erhöht sich so auch die Zahl der Überstunden und die Arbeitnehmer sehen sich einem zunehmendem psychischen Druck ausgesetzt.

Smartphone, Laptop und Co machen es möglich. Auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten können Mitarbeiter ihre beruflichen Emails abrufen und sich ins Firmennetzwerk einwählen.

Wie eine aktuelle Befragung im Rahmen des Kelly Global Workforce Index (KGWI) zeigt, sind 48 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass sich ihre Produktivität durch die mobilen Technologien gesteigert hat. 29 Prozent sehen ihr Arbeits - und Privatleben in besserem Einklang und 20 Prozent finden, dass sich ihre Jobsicherheit erhöht hat.  Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite.

Höherer psychischer Druck

So berichten 50 Prozent der Befragten von etwa fünf Stunden pro Woche mehr Arbeitszeit in Heimarbeit und zwölf Prozent von mehr als zehn Überstunden pro Woche. Zudem erhöhe der mobile Einsatz den psychischen Druck und trage zu stärkerer Ermüdung und Burnout bei, wie 41 Prozent der Arbeitnehmer angeben.

'Die zunehmende Nutzung von mobilen Endgeräten verändert die Arbeitswelt von immer mehr Menschen. Die positiven Effekte wie höhere Produktivität und Effizienz nützen den Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen. Doch sollte die Nutzung nicht in zusätzlichen Druck und Überstunden münden, welche die Kräfte der Mitarbeiter aufzehren', fasst Dinette Koolhaas, VP und Regional General Manager Western Europe von Kelly Services die Ergebnisse zusammen. (mp)


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