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Unkonstanz ist einzige Konstante in Rheinhausen

15.11.2009 | 22:53 Uhr
Unkonstanz ist einzige Konstante in Rheinhausen

Duisburg. Den unmittelbaren Kontakt zur Spitze hat Handball-Regionalligist VfL Eintracht Hagen erst einmal verloren.

Im Verfolgerduell mussten sich die Grüngelben gestern vor gut 1000 Zuschauern den Gastgebern vom OSC Rheinhausen mit 27:29 (13:13) geschlagen geben und rutschten von Rang zwei auf fünf ab.

„Davon geht die Welt nicht unter.” Während die Rheinhausener nach dem Schlusspfiff auf dem Parkett Siegestänze aufführten, trug Michael Wolf, Übungsleiter des VfL Eintracht, Gelassenheit zur Schau. Er hatte ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, in dem „nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat, sondern die, die weniger Fehler gemacht hat.” Das war eben der OSC. Obwohl auch die Gastgeber noch Fehler genug machten.

„Man hat gemerkt, dass es für beide Teams um viel ging”, waren für Rheinhausens Trainer Achim Schürmann die Defizite nicht zuletzt nervlich bedingt. „Keine Mannschaft hat heute konstant gespielt.”

Handball Regionalliga OSC Rheinhausen (Blau) gegen VfL Eintracht Hagen. Lukas Esser ( Rheinhausen) Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

 

Beim VfL Eintracht kam erschwerend hinzu, dass Marc Oberste, der normalerweise als Mittelmann beginnt, wegen eines Trauerfalls fehlte. Michael Wolf versuchte es nicht nur mit Michael Wulf „auf der Mitte”, er nahm auch Umstellungen vor. Zeitweise bekleidete Niclas Pieczkowski die Mittelposition, während auf halblinks nach längerer Pause Thomas Brannekämper (erste Halbzeit) und Alessio Sideri (zweite Halbzeit) spielten. Sideri war dabei in der zweiten Hälfte eine Belebung.

Nach ausgeglichenem Beginn und drei VfL-Toren in Serie von Jan-Niklas Richter, Dennis Wolf und Marius Kraus führten die Gäste nach einer Viertelstunde erstmals mit zwei Toren (6:8). OSC-Coach Schürmann bat zur Auszeit und fand dabei offenbar die richtigen Worte. Mit fünf Toren in Folge zum 11:8 drehten die Gastgeber das Spiel, um es nach dem 13:9 wieder aus der Hand zu geben.

Die Unkonstanz war auch nach der Pause die einzige Konstante. Zehn Minuten lang blieben die Gäste nach Wiederbeginn ohne Torerfolg. Allein dem eingewechselten Andreas Tesch, der sich prächtig einführte, war es zu verdanken, dass Rheinhausen dies „nur” zu einer zweiten 5:0-Serie nutzte. Doch wie gewonnen, so fast wieder zeronnen: Nach 44 Minuten war Eintracht wieder auf Tuchfühlung heran (22:20), näher indes kamen die Wolf-Schützlinge nicht mehr.

Eine Fehlentscheidung der Referees, die fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 27:24 auf Ballbesitz für Rheinhausen statt Einwurf für Eintracht entschieden, sorgte für große Aufregung und eine zwischenzeitliche doppelte Überzahl des OSC. Doch anstatt diese zur Vorentscheidung zu nutzen, konnte „Niko” Richter auf 26:24 verkürzen.

Mehr ging nicht. „Wir haben viel verballert, wenige Abpraller bekommen und Schiedsrichter gehabt, die uns nicht wohlgesonnen waren. Wenn alles zusammenkommt, kannst du solch ein Spiel nicht gewinnen”, resümierte Kreisläufer Levent Cengiz.

VfL Eintracht: Minzlaff, ab 31. Tesch; Brannekämper (3), Cengiz (5), Lütgenau (3/1), Pieczkowski (3), Sideri (3), Wulf (2), Wolf (2), Schulte-Berthold, Kraus (1), Richter (5).

Rainer Hofeditz

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