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Türkiyemspor-Kicker wechseln nach Repelen

06.01.2010 | 10:30 Uhr

Paukenschlag in der Fußball-Kreisliga A: Der Tabellenzweite TSV Türkiyemspor Lintfort verliert nahezu seine komplette Mannschaft an den VfL Repelen. uch Sponsor Muhammed Memeti geht und wird sich umgehend als sportlicher Leiter dem VfL anschließen.

Kamp-Lintfort. Bis auf fünf Spieler meldete sich der gesamte Kader fristgerecht ab und wird laut Memeti „zu etwa 90 Prozent” nach Repelen wechseln. Die Gründe für den Abgang nennt er bei der Vereinsführung: „Der Verein besteht nur aus Alpaslan Karabulut. Die Erste ist die einzige Mannschaft und so sehe ich keine Zukunft.” Memeti habe dem Verein, insbesondere dem zweiten Vorsitzenden Karabulut, bereits vor drei Monaten ein Ultimatum gestellt, „um einige Sachen zu ändern”.

Dieser bleibt hingegen gelassen: „Sponsoren kommen und gehen. Herrn Memeti möchte ich nur für sein Engagement danken.” Der Spielbetrieb sei nicht in Gefahr. Durch feststehende Neuzugänge umfasse der Kader bereits 21 Spieler. „Bis zum Ligastart kommen noch drei, vier starke Spieler und wir sind so schlagkräftig wie zuvor”, so Karabulut, der das Team wohl bei der Stadtmeisterschaft am Samstag betreuen wird.

Georg Gaidt, Fußball-Obmann des VfL Repelen, bestätigt: „Muhammed Memeti wird ab sofort sportlicher Leiter sowohl für die erste als auch die zweite Mannschaft. Rund 15 neue Spieler werden zu uns stoßen, aber nicht alle kommen vom TSV Türkiyemspor.” In der nächste Woche soll entschieden werden, wer das Training übernimmt. „Am Dienstag und Donnerstag wird trainiert, da werden wir Gespräche führen.”

Bosnjak will sich

noch nicht äußern

Ob Aristoteles Bosnjak dabei eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten. Während Memeti verlauten ließ, ihn zum VfL mitnehmen zu wollen, berichtet Karabulut von einem Gespräch am Dienstag, aus dem hervorgegangen sei, dass der Coach beim TSV bleibt. Bosnjak selbst ist im Urlaub und möchte sich nicht äußern.

„Ich betone, dass wir uns nicht von Mario Lesic trennen wollen“, sagt Gaidt weiter. „Aber wir müssen abwarten, ob er das neue Konzept mit-trägt.” Eines ist aber klar: die Spieler der Bezirksliga-Elf des VfL haben sich bisher nicht abgemeldet, wie es in vielen Gerüchten heißt. Da die Abmeldefrist verstrichen ist, bekämen sie für den Rest der Saison keine Spielberechtigung mehr für einen anderen Verein.

Robin Krüger

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