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Tür zur Westfalenliga steht Känern weit offen

07.05.2010 | 21:21 Uhr

Siegen-Wittgenstein. In der Fußball-Landesliga scheinen aufgrund des Nachholspieltages am Donnerstag die Würfel im Meisterschaftsrennen gefallen zu sein.

Der FC Kaan-Marienborn konnte den Vorsprung auf die Verfolger Weißtal und Rothemühle auf komfortable fünf Punkte ausbauen und hält nun endgültig alle Trümphe selbst in der Hand.

Zur vorzeitigen Meisterschaft wollte sich Jörg Rokitte noch nicht gratulieren lassen, doch natürlich weiß der Trainer auch, dass die Ausgangssituation für seine Mannchaft glänzend ist. „Da müssen wir jetzt etwas draus machen.”

Durch einen Sieg gegen Germania Salchendorf könnten die Käner theoretisch schon am Sonntag alles klar machen. Diese Konstellation ist aber unwahrscheinlich, da weder Weißtal (zu Hause gegen Schlusslicht SSV Hagen) und Rothemühle (in Hemer) ihre Partien gewinnen dürften. Trotzdem wäre die Tür zur Westfalenliga bei einem Erfolg sperrangelweit offen.

Weißtaler schielen auf zweiten Platz

„Ich denke nicht, dass der Druck größer geworden ist”, kommentiert Rokitte den Rollen-Wechsel vom Jäger zum Gejagten. „Wichtig ist, dass wir weiter auf uns schauen und nicht darauf, was die Konkurrenten machen.” Fehlen wird morgen weiterhin Stürmer Dennis Zeppenfeld, der an den Folgen eines Zeckenbisses leidet.

Beim TSV Weißtal hat man den Titelgewinn angesichts des klaren Rückstands fast abgehakt. Nun schielt die Henneberg-Elf auf den zweiten Platz. Denn dieser kann eventuell noch wichtig werden. Falls die beiden Westfalenligen die Stärke von 36 Mannschaften nicht erreichen, spielen die Vizemeister der fünf Landesliga-Staffeln eine Relegationsrunde aus. Da sich die Gruppenstärke der Westfalenliga daraus ergibt, wie viele Teams aus der Regional- in die NRW-Liga absteigen, lässt sich aber erst am letzten Spieltag bestimmt sagen, ob es eine Relegationsrunde gibt und wie viele Teams aufsteigen.

Nun gilt es für die Weißtaler zunächst, die eigenen Hausaufgaben zu machen. Sonntag ist der abgeschlagene Tabellenletzte SSV Hagen zu Gast. „Nach den Spielen in Menden und Kierspe gibt es für uns keinen Grund, den SSV Hagen zu unterschätzen”, warnt Trainer Florian Schnorrenberg vor Überheblichkeit.

In der unteren Tabellenregion bietet sich für den SuS Niederschelden die große (und letzte) Chance, noch einmal ernsthaft Ambitionen auf den Klassenerhalt hegen zu dürfen. Es geht zum TuS Plettenberg, der den 13. Platz und damit den letzten Rang der Nichtabstiegszone belegt.

SuS vor Schicksalsspiel in Plettenberg

Bei einem Scheldener Erfolg würde die Mannschaft von Oliver Mack den Rückstand zu Plettenberg auf zwei Punkte verkürzen. Eine Niederlage würde dagegen praktisch den Abstieg bedeuten.

„Wir werden Vollgas geben, den Gegner unter Druck setzen und alles versuchen”, verspricht Mack ein engagiertes Auftreten seines Teams. Diesem wurde am Donnerstag beim 2:2 gegen Rothemühle eine starke Leistung attestiert, ein Ergebnis, das Mut für das morgige „Schicksalsspiel” machen dürfte. „Die Mannschaft ist geil und heiß darauf, einen Dreier einzufahren”, bewschreibt Mack die gute Stimmung innerhalb des Teams.

Von einem Scheldener Sieg könnte auch der TuS Erndtebrück II profitieren, der wieder in die Abstiegszone gerutscht ist. Allerdings erwartet die Wittgensteiner ein schweres Gastspiel beim Hasper SV. Und auch die weiteren Gegner haben es in sich: Zunächst geht es gegen Weißtal, zum Saisonabschluss dann zu den heimstarken Kierspern.

Martin Glimm

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