Tücking lockte wieder über 600 Reiter
11.06.2007 | 14:11 Uhr 2007-06-11T14:11:37+0200Inklusive der Wettbewerbe der Ruhrolympiade gab es in diesem Jahr vier Reitertage am Stück auf dem Tücking. Weit über 700 Pferde abolvierten unter rund 600 Reitern 1700 Starts in Dressur und Springen.
Es ging vor allem am Samstag ein wenig ruhiger zu auf der Höhe, im vergangenen Jahr hatte dort erheblich mehr Betrieb geherrscht. "Damit können wir aber gut leben", sagte Thorsten Barteldrees, der Vorsitzende des Vereins.
Nach einigen Jahren, in denen der Verein auch finanzielle Klimmzüge unternommen hatte, um prominente Reiter in Hagen zu präsentieren, ist der RV Tücking wieder beim Breitensport angekommen und sieht sich dabei richtig aufgestellt. "Es würde ja auch wenig Sinn machen, etwa in Konkurrenz zu Balve treten zu wollen", stellte Barteldrees klar. Andererseits musste der RV Tücking am Wochenende dann doch damit leben, dass diverse Reiter in den M- und A-Springen die Reise nach Balve vorgezogen hatten.
Für den Zulauf des Publikums sorgen ohnehin stets die Jüngsten, die den Richtern das eigene Können und das des Pferdes vorführen. "Das ist mitunter ein undankbarer Job, wenn die Eltern oder Großeltern mit den Noten nicht einverstanden sind", sagte Sigrid Knizia, seit vielen Jahren Richterin auf dem Tücking. "Aber das ist bei anderen Sportarten ja nicht anders, damit müssen wir halt leben."
Insgesamt blieben die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu vorhergehenden Reitertagen stabil, Prüfungen und Zeitplan waren die gleichen wie im vergangenen Jahr. Man gewöhnt sich halt an Vertrautes.
Das M-Springen mit Siegerrunde am Sonntag um den "Großen Preis vom Tücking" gewann der Hattinger Philipp Worch auf India, Lokalmatador Andreas Kleine belegte auf Amaretto den vierten Rang. Am Samstag hatte Jürgen Müller aus Letmathe auf Everthon das M-Springen mit Stechen gewonnen. Tobias Möller, Reitlehrer auf dem Tücking, belegte mit Lantana und Canello die Plätze drei und vier. Tobias Möller startet für Velbert.

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