Trotz Krise nicht weniger Ausbildungsplätze
25.09.2009 | 19:00 Uhr 2009-09-25T19:00:00+0200
Im Ausbildungszentrum von Thyssen-Krupp Steel in Eichen fand Freitag der alljährliche Tag der Ausbildung statt.
Der geplante Personalabbau bei Thyssen-Krupp Steel hat auf die Zahl der Ausbildungsplätze keinen Einfluss: Auch 2010 werden wieder 26 junge Menschen die Chance bekommen, in dem größten Kreuztaler Industriebetrieb einen technischen oder kaufmännischen Beruf zu erlernen.
530 Schülerinnen und Schüler von zwölf Haupt-, Gesamt- und Realschulen im Siegerland und in der angrenzenden Gemeinde Wenden suchten die Eichener Ausbildungswerkstatt auf. „Es sind mehr als sonst”, sagt Ausbildungsleiter Jürgen Otto. Er ist für den gesamten Nachwuchsbereich von TKS im Siegerland und in Finnentrop zuständig.
Derzeit befinden über alle Jahrgänge an beiden Standorten - die Finnentroper werden im Attendorner Berufsbildungszentrum geschult - 145 junge Leute in einer Ausbildung. Darunter befinden sich über 40 Lehrlinge aus anderen Firmen, die überbetrieblich bei TKS ausgebildet werden. Sie wollen Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker, Elektroniker, Mechatroniker, Büro- oder Industriekaufmann werden.
Der größte Teil der Auszubildenden ist männlich - weil technische Berufe immer noch von Jungen bevorzugt werden. Wenn auch viele Mädchen interessiert im Ausbildungszentrum zuschauen und auch praktische Übungen mitmachen, bleibt die Zahl ihrer Bewerbungen überschaubar.
Das Bewerbungsverfahren wird derzeit umgestellt: Die Mappe mit Lebenslauf und Passbild ist nicht mehr gefragt, statt dessen sollen die Schulabsolventen sich online um einen Ausbildungsplatz bemühen. Den Tag der Ausbildung nutzten laut Otto nicht mehr nur interessierte Schüler: „Die Schulen kommen mit ganzen Klassen.” Erstmals waren am Freitag auch Eltern eingeladen, ebenso bereits ausgebildete Facharbeiter aus den TKS-Abteilungen, die über ihre Berufe informierten. Die „Lehrwerkstatt” selbst verfügt über auch Ausbilder.

0mitdiskutieren