"Traurige Bilanz" mit 15 Unfalltoten
25.02.2008 | 20:18 Uhr 2008-02-25T20:18:37+0100Kreis Olpe. Die Verkehrsunfallbilanz 2007 ist eine "traurige Bilanz", wie Landrat Frank Beckehoff bei der Pressekonferenz treffend feststellte. Die Zahl der Unfalltoten ist von 5 in 2006 auf 15 im vergangenen Jahr gestiegen.
Allerdings könne bei dieser "tragischen Entwicklung" der Focus nicht allein auf die jährlichen Vergleichszahlen gerichtet werden. Vielmehr müsse der Fünf-Jahres-Vergleich hinzugezogen werden. Und hier relativieren sich die Zahlen: Von 2005 bis 2006 gingen die Unfalltoten von 18 auf 5 zurück. "Im Fünf-Jahres-Rhythmus gibt es seit 1970 einen kontinuierlichen Rückgang bei den Unfalltoten", betonte Reinhard Schulte, Dezernent für Verkehrssicherheitsangelegenheiten.
Unter den Getöteten im vergangenen Jahr waren jeweils 4 Pkw-Fahrer und Kradfahrer sowie 5 Fußgänger und ein Rad- bzw. Mofafahrer. Kradfahrer leben besonders gefährlich. "Das Risiko, getötet zu werden, ist für einen Motorradfahrer 18mal höher als für einen Autofahrer", unterstrich Beckehoff. In allererster Linie waren es heimische Kradfahrer, die verletzt wurden, so Polizeidirektor Diethard Jungermann.
Insgesamt nahm die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen im Kreis Olpe in 2007 um 3 Prozent auf 3 864 zu. Auch bei den Unfällen mit Schwerverletzten gab es in 2007 eine Steigerung von 6,3 Prozent. Raserei bleibt Unfallursache Nummer eins. Das gilt auch für die Problemgruppe "Junger Fahrer" mit einem Anstieg von 12,5 Prozent. Die Zahl der Leichtverletzten ist geblieben. Erfreulich: Im vergangenen Jahr verunglückten mit 47 Kindern 24,2 Prozent weniger als aktive oder passive Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. Elfmal verunglückten Kinder als Radfahrer, 15mal als Fußgänger.
Bei den Verkehrstoten sieht die Situation wieder besser aus: Gab es letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt schon vier Unfalltote, so ist dieses Jahr bislang noch kein Mensch auf den Straßen im Kreis gestorben. Weiter nächste Seite

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