Torrausch ohne Regisseur
01.02.2009 | 21:56 Uhr 2009-02-01T21:56:26+0100HANDBALL-VERBANDSLIGA. Trotz des Ausfalls von Spielmacher Roßmüller bezwingt der TV Schwafheim die Gäste aus Oberhausen souverän.
Die kämpferische Einstellung in Verbindung mit einer guten taktischen Ausrichtung brachte den Erfolg. Handball-Verbandsligist TV Schwafheim schlug daheim den HC Rot-Weiß Oberhausen sicher mit 32:25 (16:13).
Schwafheim musste kurz vor Beginn einen schmerzlichen Ausfall hinnehmen: Tim Roßmüller konnte nicht spielen. Der Regisseur saß zwar auf der Bank, litt aber unter Übelkeit. Trainer Dieter Hünten musste reagieren, nahm andere taktische Maßnahmen vor. Es dauerte nur eine kurze Zeit (2:4), ehe sich seine Jungs an die neue Situation gewöhnt hatten. Die Mannschaft wurde nun zunehmend sicherer, riss das Spielgeschehen an sich. Die verschobene 5:1-Deckung agierte aufmerksam, im Angriff fielen die Tore nach einstudierten Abläufen. Es blieb spannend, ehe sich die Hausherren von einem 11:11-Zwischenstand auf 14:11 absetzten.
Riedel glänzt als sicherer Rückhalt
Richtig ansehnlich wurde es aber erst nach dem Seitenwechsel: Die Spieler des TV Schwafheim brannten ein wahres Feuerwerk ab. Der unbändige Kampf in der Abwehr war spielbestimmend, Torwart Jörg Riedel glänzte zudem als sicherer Rückhalt auf der Linie. Ballgewinne verwandelten die Spieler postwendend in Gegenstöße. Die Gastgeber spielten sich mit sehenswerten Kombinationen in einen Rausch, enteilten ohne große Mühe auf 23:14 und 28:17.
"Die Jungs können richtig stolz auf ihre heutige Leistung sein", lobte TVS-Trainer Dieter Hünten. "Immerhin mussten wir den Ausfall von Tim Roßmüller verkraften. Die Mannschaft hat die taktischen Maßnahmen toll umgesetzt und war Oberhausen in allen Belangen überlegen."
TVS: Rakebrand 8/3, Preuß 5, Kaplanek 5, Gambietz 4, Pitzen 4, Hünten 4, Hemmers 1, Noack 1. (MB)

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