Torflaute hält an
06.12.2009 | 21:12 Uhr 2009-12-06T21:12:00+0100
RWO kassierte die vierte Niederlage in Folge: 1860 München gewann im Stadion Niederrhein 1:0.
Zwei Tore in vier Spielen geschossen – so lässt sich in der Zweiten Liga kaum punkten. RWO hat gegen 1860 seine Negativserie fortgesetzt und 0:1 (0:0) verloren. Verdient, da es der Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger derzeit einfach nicht gelingt, zwingende Torchancen zu produzieren. Dies war auch gegen die Münchner wieder offensichtlich. Gerade zwei Situationen durfte man das Prädikat Chance geben – mehr wurde „Löwen”-Torhüter Gabor Kiraly nicht gefordert.
In den ersten Saisonspielen reichte das, um für die schlechte Torquote ungewöhnlich viele Punkte zu kassieren. Da war Glück im Spiel und nun ist Pech da. Derzeit reicht es nicht mehr, weil weder Mike Terranova und Ronny König noch sonst jemand aus der Mannschaft gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftaucht. Was auch gestern nicht allein das Problem der Stürmer war, sondern den gesamten Spielaufbau betrifft. Das rächt sich in der Defensive, denn für ein Tor ist RWO immer gut. Das fällt in der Regel nach Standards, gegen 1860 war's genauso. Einen Freistoß von Alexander Ludwig erwischt Stefan Aigner mit dem Kopf, trifft Marinko Miletic an der Schulter und von dort wird der Ball unhaltbar für Sören Pirson in den Kasten gelenkt.
Einigermaßen
im Griff
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte RWO die Partie einigermaßen im Griff und hätte kurz zuvor durch Terranova in Führung gehen können. Doch der kam nicht richtig an ein Zuspiel von Moritz Stoppelkamp heran und traf den Ball schwach. Das war die bis dahin klarste Gelegenheit für die Rot-Weißen und eindeutig zu wenig. Bis zum Strafraum wirkte das Spiel der Oberhausener gut strukturiert, doch die Pässe in die Spitze waren weder gefährlich noch einfallsreich genug, um die Münchner in Bedrängnis zu bringen. In der ersten Halbzeit hatte Kiraly so gut wie gar nichts zu tun, nach dem Wechsel bekam er zwei Bälle auf den Kasten. Bei der größten Möglichkeit kurz vor dem Abpfiff köpfte Miletic freistehend genau auf den Torwart.
Die „Löwen” hatten zwar weniger vom Spiel, erwiesen sich nach vorne aber als deutlich schlagkräftiger als ihr Gegner. Wenn Pirson nicht einen starken Tag erwischt hätte, hätte es zur Halbzeit 0:2 stehen können. Zweimal entschärfte er Schüsse des starken Charilaos Pappas, der sich in der immerhin leicht verbesserten RWO-Abwehr durchsetzen konnte. Und gegen Ende der Partie hätte die Lienen-Elf sogar noch hoch gewinnen können. Daniel Embers rettete einmal auf der Linie (90.), dann stoppte Markus Kaya den 60er Pappas elfmeterreif (91.), dann traf der eingewechselte Emanuel Biancucchi nur den Pfosten (92.) und zum guten Schluss rettete Pirson nochmals stark gegen Antonio Marcos (93.).
Möglichkeiten diesen Kalibers besaß RWO über die gesamten 90 Minuten eine einzige. P.V.

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