Topspiel steigt beim 1. FC Bocholt
04.12.2009 | 21:00 Uhr 2009-12-04T21:00:00+0100Landesligist SV Sonsbeck ist am Hünting gefordert. Geist-Elf möchte den direkten Verfolger auf Abstand halten
Was für eine glückliche Fügung bei der Erstellung des Spielplans: am letzten Hinrundenspieltag kommt es in der Fußball-Landesliga zum absoluten Knaller. Das Tospiel zwischen dem Tabellenzweiten 1. FC Bocholt und Spitzenreiter SV Sonsbeck wird am Sonntag um 14.15 Uhr am Hünting angepfiffen. Sollte sich die Konstellation bis zum Ende der Saison nicht groß ändern, könnte es am 30. Mai zum großen Finale an der Balberger Straße kommen.
Ein Punkt wird angepeilt
Doch soweit wollen es Trainer Thomas Geist und seine Spieler nicht kommen lassen. „Das ist noch in weiter Ferne. Daran denken wir überhaupt nicht. Aber wir wollen natürlich den Abstand bewahren. Das heißt, wir wollen mindestens einen Punkt mitnehmen.” Dabei setzt Geist darauf, dass die Bocholter die Initiative ergreifen müssen: „Sie wollen uns ein- und überholen. Deshalb sind sie gefordert. Das kommt unserer Spielweise sehr entgegen.”
Der 1. FC Bocholt hat bisher noch keine Partie verloren. Doch fünfmal teilten sich die „Schwatten”, wie sie in Bocholt genannt werden, die Punkte. Aber die Leistungen schwanken. Nicht immer gelingen so glänzende Vorstellungen wie beim klaren 8:0 über den Duisburger SV 1900. Eine Woche später mühte sich der FC im Lokalderby zu einem 0:0 gegen TuB Bocholt, ein Team aus dem unteren Tabellenbereich. Am vergangenen Wochenende waren die Bocholter zur Tatenlosigkeit gezwungen, denn ihre Partie in Warbeyen fiel aus.
So konnten die Sonsbecker nach ihrem 5:0-Erfolg über SuS Dinslaken 09 wieder auf fünf Punkte Vorsprung davonziehen. Beide Vereine verfügen über starke Sturmreihen. Beim FCB, der früher in weitaus höheren Ligen anzufinden war und auch im DFB-Pokal für Furore sorgte, sind besonders Adin Alagic (8), Björn Bennies und Giovanni Vacarello (beide 6) torgefährlich.
Voll reinknien
„Es wäre doch schön, wenn wir den Bocholtern die erste Niederlage beibringen könnten. Dann gehen wir als Spitzenreiter ins neue Jahr”, sagt Geist und fordert seine Schützlinge noch einmal zur hundertprozentigen Leistung auf. „Alle müssen sich voll reinknien. Sonst können wir dort nicht bestehen.”
Gegenüber der Vorwoche bleibt der Kader unverändert, der Trainer hat aber die eine oder andere Umstellung im Auge: „Georg Plachta plagt sich zwar mit Knieproblemen, wird aber auf die Zähne beißen. Er sehnt die Winterpause herbei. Jörg Hegmans ist auch einsatzbereit.” Jörg Hahn ist im Training, ein Einsatz kommt aber noch zu früh.

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