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Tome Zdraveski neuer Trainer der BG Hagen

31.05.2007 | 11:32 Uhr

Hagen. Basketball-Erstregionalliga-Aufsteiger BG Hagen hat einen neuen Trainer, einen neuen Spieler und Hader mit dem Westdeutschen Basketball-Verband. Diesem droht Vorsitzender Fredi Rissmann sogar mit Klage.

Doch der Reihe nach. Gestern gab Rissmann bekannt, dass Tome Zdraveski die 1. Mannschaft als Coach übernehmen wird. Der 40-jährige Mazedonier, zuletzt als Co-Trainer bei Phoenix Hagen tätig, tritt die Nachfolge von Steven Wriedt an, der sich künftig mehr auf seine Tätigkeit bei Phoenix (Assistent des neuen Cheftrainers Ingo Freyer und Partner von Dietmar Günther bei den Juniors) konzentrieren will. Allerdings möchte ihn Rissmann auch bei der BG zur Förderung von Perspektivspielern weiter einbinden.

Der neue Chefcoach Tome Zdraveski ("ich freue mich auf die neue Aufgabe") ist seit 1993 als Spieler und Trainer für die BG Hagen tätig, in deren Oberliga-Team er zuletzt spielte. Früher Zweitliga-Coach des BG- und später Phoenix-Teams, soll er den Erstregionalliga-Aufsteiger in der kommenden Saison zum Klassenerhalt führen. "Tome ist ein Glücksfall für den Verein. Er arbeitet hervorragend mit seinen Spielern, hat einen guten Draht zu ihnen und bereitet sich gut auf seine Aufgaben vor", lobt Fredi Rissmann. "Dies wird inzwischen sogar in Hagen anerkannt, wo es besonders viele Möchtegern-Fachleute gibt."

Allen ist klar, dass man als Neuling vor einer schweren Saison steht. "Ich halte die 1. Regionalliga West für attraktiver und vielleicht sogar spielstärker als die 2. Liga ProB", so Rissmann. "Viele Vereine verstärken sich enorm."

Den ersten Spieler-Neuzugang konnte Rissmann gestern auch vermelden. Vom BBV Hagen kommt Yannick Opitz. "Er war dort mit seinen Spielanteilen nicht zufrieden", so Rissmann, der dem 17-Jährigen Aufbauspieler eine ähnliche Entwicklung zutraut wie Dominik Spohr, mit dem er weiter auch bei den Phoenix Juniors spielen wird. Bei der BG kann er auch noch im Oberliga- und U20-Team Praxis sammeln.

Was die Erstregionalliga-Mannschaft der Eilper betrifft, so wird Opitz sicher nicht der einzige Neuzugang bleiben. "Alle Spieler des bisherigen Kaders würden gerne bleiben, aber das wird wohl nicht gehen", ist sich Rissmann darüber im Klaren, dass das Team verstärkt werden muss. Während die meisten Konkurrenten dabei auch ins Ausland, vorzugsweise nach Nordamerika blicken (drei Ausländer pro Team sind erlaubt), werden die BG-Planungen durch die neuen WBV-Bestimmungen erschwert. "Danach gilt der in Deutschland geborene Giovanni Palopoli jetzt genauso als Ausländer wie Sebastian Mlynarski, der vor 16 Jahren aus Polen kam. In der 2. Bundesliga dagegen würden sie nicht unter die Ausländer-Klausel fallen", hat Rissmann für die Ungleichbehandlung kein Verständnis. "Spieler, die hier aufgewachsen oder zumindest schon lange in Deutschland sind, kann man doch nicht mit Amerikanern gleichsetzen."

Nach dem bisher geführten Schriftverkehr mit dem Verband hat der Klubchef aber wenig Hoffnung, dass der WBV sein Regelwerk ändert. "Notfalls werden wir, besser gesagt die Spieler selbst, gegen den Verband klagen", kündigt Rissmann an. Denn mit nur einem "richtigen" Ausländer, da macht sich der BG-Vorsitzende keine Illusionen, wird es in der 1. Regionalliga schwer.

Von Rainer Hofeditz

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