Tief im Westen rund um die Uhr auf dem Bike
08.08.2007 | 15:10 Uhr 2007-08-08T15:10:20+0200Warstein/Duisburg. Tief im Westen biken nonstop rund um die Uhr mit dem MTB. Dieser Herausforderung stellten sich Klaus Wohlmeiner vom WATT-Team Warstein und Stephan Wohlmeiner von den Tri-Cops Warstein. Die beiden Brüder starteten bei den "Focus 24 Stund
Der Austragungsort konnte typischer für die Region nicht sein. Ein altes Stahlwerk, heute Industrie-Ruine, eingebettet im Landschaftspark Duisburg-Nord, diente als Rennstrecke. Außer den 2er- Teams waren noch 4er- und 8er-Mannschaften sowie Einzelfahrer am Start. Insgesamt rund 1 500 Teilnehmer , von denen zirka 320 Fahrer permanent unterwegs waren.
Morgens war aber erstmal der Mountain-Bike-Nachwuchs an der Reihe. Tom Wohlmeiner startete im Feld der U9-Altersklasse mit 22 anderen Kindern. Zwei kleine Runden um das Eventgelände mussten sie zurücklegen. Nach flotter erster Runde lag Tom Wohlmeiner auf Platz drei des Feldes. Etwas erschöpft musste er noch einen Fahrer vorbeilassen und belegte nach 2:59 Minuten einen guten vierten Rang.
Um 13 Uhr wurde es dann ernst für die 24-Stunden-Biker. Der Kurs durch das alte Stahlwerk sowie den Landschaftspark Nord war pro Runde rund acht Kilometer lang und wies 70 Höhenmeter auf. Höhepunkte der Strecke waren ein Abschnitt über die alten Bunkerstege an deren Ende sich eine Stahltreppe befand. Hier musste das Bike heruntergetragen werden, fahren war strikt verboten und das wurde auch kontrolliert.
Giftige Anstiege Auch das Fahrerlager wurde umrundet, dazu kamen noch drei giftige Anstiege und zwei Abfahrten. Insgesamt eine recht kurzweilige Strecke.
Als Renntaktik hatten sich Stephan und Klaus Wohlmeiner vorgenommen in Blöcken zu zwei Stunden zu fahren und dabei fünf Runden zu absolvieren. Heißes, sonniges Wetter und viele Zuschauer bildeten den passenden Rahmen beim Startschuss.
Um das Feld zu entzerren wurden die einzelnen Teamgruppen in zwei Minuten Abständen gestartet. Klaus Wohlmeiner übernahm den ersten Turnus und wurde prompt nach kurzer Zeit von einm Plattfuß gestoppt. Nach schneller Reperatur schaffte er noch drei Runden, um dann das Staffelband an Stephan Wohlmeiner zu übergeben.
Hierzu war extra ein Wechselzonenbereich vorgesehen, wo sich der Teampartner aufhalten musste. Der PSG-Triathlet nahm die erste Runde erstmal zum reinschnuppern.
Wichtig war für beide Warsteiner, sich nicht mit den Fahrern der 4er- und 8er- Teams mitreißen zu lassen, da diese häufig Tempo machten und längere Erholungsphasen hatten. Der Wechsel mit den Zwei-Stunden-Blöcken klappte im Laufe des Rennens immer besser. Auch mit den fünf Runden pro Turnus kamen beide gut zurecht.
Bizarre Atmosphäre Bei Einbruch der Dunkelheit hatten die Veranstalter eine Beleuchtung an den Bikes vorgeschrieben. Auch die ständige Kulisse des Stahlwerkes erleuchtete in der Dunkelheit in mehreren bunten Farben, was eine bizarre, mystische Atmosphäre schuf.
Die Nacht-Etappen waren für das Team "Weizenblitz" ziemlich anstrengend. Gut tat den Fahrern die frische, klare Luft, die Kraftreserven gingen aber deutlich zurück. Auch mental war es nicht leicht , sich nach einer Stunde Schlaf im Bulli wieder aufzurappeln und zur Wechselzone zu fahren. Ab 6 Uhr morgens war dann keine Beleuchtung mehr nötig, dafür stiegen die Temperaturen wieder an.
Die Rennmoderatoren pushten alle Teilnehmer im Start- und Zielbereich, nicht nachzulassen, während die Uhr immer weiter in Richtung 24 Stunden zählte. Zur heißesten Tageszeit hatte es "Weizenblitz" dann geschafft.
Stephan Wohlmeiner fuhr die letzten zwei Runden und hatte bei der Zieldurchfahrt noch vier Minuten bis zur 24- Stunden-Marke. Total verstaubt und erschöpft aber hochzufrieden feierten die Wohlmeiners ihr Finish. 60 Runden hatten sie insgesamt gefahren und dabei 462 Kilometer zurückgelegt. Im Klassement der 2er-Teams belegten sie Platz 26 bei 53 Teams.
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