Talbrücke Sondern vor Abbruch
09.05.2007 | 00:05 Uhr 2007-05-09T00:05:27+0200Olpe. Die Gerüchteküche brodelt: Die Talbrücke Sondern sei nicht mehr sicher und müsse umgehend gesperrt werden, heißt es.
Die WESTFALENPOST ging der Sache nach. Auf Anfrage bestätigte Karl-Josef Fischer von Straßen.NRW, Niederlassung Siegen, eine gewisse Sicherheitsproblematik für die Brücke, die quer über den Biggesee führt. Allerdings stellte Fischer klar, dass es "zur Zeit keine Sicherheitsbedenken gibt".
Die Brücke stehe aber unter ständiger Beobachtung. Normalerweise erfolgen Hauptprüfungen für Brücken alle fünf Jahre. Im Fall der Talbrücke Sondern seien diese Intervalle aber wesentlich kürzer. Knackpunkt ist der in den 60er Jahren eingebaute Neptunstahl. "Es handelt sich um etliche einzelne Stahlglieder. Diese müssen ständig beobachtet werden. Wenn eines reißt und es Probleme gibt, muss man das über Gewichtsbeschränkungen regeln", betonte Karl-Josef Fischer. Im Extremfall könne es auch zu einer Sperrung der Brücke kommen.
Mit der problematischen Talbrücke Sondern beschäftige man sich bei Straßen.NRW schon seit einigen Jahren, so Fischer im Gespräch mit der WP. Allerdings sei der Abbruch der Brücke bislang immer an den Finanzen gescheitert: "Für das nächste Jahr sieht es jetzt aber gut aus. Die Maßnahme steht in der landesweiten Priorisierung ganz weit oben. Wenn nichts dazwischenkommt, fließen die Gelder. Die Arbeiten gehen wahrscheinlich im nächsten Jahr los."
8 Millionen Euro kostet die umfangreiche Sanierung. Die Brücke wird abgerissen, nur die Pfeiler bleiben stehen. Der Überbau und die Platte werden komplett erneuert. Fischer: "Wir rechnen mit einer Dauer von zwei Jahren. Der Abbruch ist relativ aufwendig. Wir können ja nicht sprengen und die Teile in den Biggesee fallen lassen. Da muss Stück für Stück abgetragen werden."
In der Siegener Niederlassung von Straßen.NRW sei alles für die Maßnahme vorbereitet. Auch das Gutachten für den Abbruch der Talbrücke Sondern sei bereits erstellt worden.

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