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Sven Daub war der Hahn im Korb

17.08.2008 | 22:07 Uhr

Wilnsdorf-Anzhausen. Wenn der "Gückel" in Anzhausen kräht, dann kommen sie gerannt. Der Volkslauf durch den Ortskern des 1300-Seelen-Dorfes hat auch im 14. Jahr seines Bestehens nichts an seiner Attraktivität verloren. ...

Sven Daub (CVJM Siegen) lief am Samstagabend über 10 km unter dem Jubel der Zuschauer der Konkurrenz auf und davon.Diese Drei kämpften bis zumSchluss Seite an Seite: Im Ziel nach 10 Kilometern lag Rolf Twardella (Nr. 219/41:22,16) hauchdünn vor Ralf Vogel (709/41:22,98) und Michael Scholze (356/41:23,31).

... Insgesamt kamen exakt 500 Läuferinnen und Läufer ins Ziel - zudem starteteten 21 Walker. Besonders groß war die zahl der Teilnehmer in den Nachwuchsläufen: 72 Bambini über 400 Meter und 81 Schülerinnen und Schüler über 1 500 Meter - das zeigt, der Laufsport hat Zukunft.

Musste der Start des Hauptlaufs über 10 Kilometer im Vorjahr aufgrund eines drohenden Gewitters noch mehrfach verlegt werden, so konnten sich die Volksläufer am Samstag über optimale Bedingungen bei 23 Grad und abendlichem Sonnenschein freuen. Und so war die Stimmung am Rande des Rundkurses durch den Ort wieder bestens. Und so lobte auch der Sieger Sven Daub: "Das macht hier einfach richtig Spaß, zu laufen."

Der angehende Polizeikommissar, der aufgrund seiner Ausbildung mit dem Training in den letzten Wochen zurückstecken musste, fühlte sich auf der Strecke besonders wohl. Vom Start weg dominierte der Wilgersdorfer die Konkurrenz, lief der gesamten Konkurrenz auf und davon. "Ich bin einfach locker losgelaufen und hab` mich dann gewundert, dass keiner mitgeht. Warten wollte ich auch nicht, also bin ich weggelaufen." Im Ziel hatte der 27-Jährige mit 34:08,41 Minuten über eine Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andreas Rottler (TuS Deuz/35:14 min.) und war gar eine Minute schneller als im Vorjahr. Verausgabt hatte sich Sven Daub bei seinem Siegeslauf nicht und so blieb noch genug Kraft übrig, um den schweren Siegerpokal der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU in den Abendhimmel zu stemmen.

Auf den Plätzen hinter Andreas Rottler folgten Sascha Fiedler (CVJM Siegen/35:42), Knut Seelbach (SG Niederhausen-Birkenbeul/36:02), Andreas Senner (CVJM Siegen/36:24), der starke 48-jährige Frank Hermann Forster (LAG Siegen/36:27) sowie der wiedererstarkte ehemalige schnelle Mittelstreckler des CVJM Siegen, Christoph Heinbach (37:24).

Ulrike Bosch-Schwaak war Tagesschnellste

Jüngster Teilnehmer im Hauptlauf über 10 Kilometer war übrigens Corvin Schäfer. Vater Thilo Schäfer hatte seinen Sohn (beide starten für die SG Siegen-Giersberg) ins Schlepptau genommen und ihn ins Ziel gebracht. Es war der erste Wettkampf des 12-Jährigen, aber wohl nicht der letzte: "Es hat Spaß gemacht", sagte er strahlend im Ziel. Ältester Läufer war der 78-jährige Arno Siggel vom Lauftreff Fischbacherberg, der mit seiner Zeit nur knapp über einer Stunde blieb.

Auf die Frage, was das Geheimnis des Erfolges war, antwortete Ulrike Bosch-Schwaak, Tagesschnellste in 41:59 Minuten, mit einem Lachen: "Ganz einfach: Sabrina Mockenhaupt ist in China und Verena Dreier war auch nicht da. Ich wollte eigentlich eine 40er Zeit laufen, aber ehrlich, es ging heute nicht schneller..."

Sie war schnell genug für die verbliebene Konkurrenz und auf den Plätzen folgten Susanne Büdenbender (TuS Deuz/42:24) und Dauer(b)renner Sabine Hausstein (CVJM Siegen/43:16).

In den Jedermannlauf über 5 Kilometer hatten sich diesmal zwei Laufasse "verirrt", die wohl nicht die schwächere Konkurrenz, sondern die Chance zum Schnelligkeitstest nutzen wollten. Hier gewann das Wendener Duo Sven Sidenstein (16:58) vor dem Dahlbrucher Dr. Jens-Peter Siebel (16:59).

Von Frank Steinseifer

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