Südwestfalen bis 2013 stark machen
05.12.2007 | 21:35 Uhr 2007-12-05T21:35:45+0100Südwestfalen. "Wir schütten nicht das Füllhorn aus, sondern wir nehmen den Gartenschlauch". Dies stellte gestern NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, im Kreishaus in Olpe für die Regionale Südwestfalen in Aussicht.
Und auch den Start nannte der Minster. Das soll nicht erst 2016 sein, wie zunächst geplant, sondern sofort. Damit die Präsentation bereits 2013 abgeschlossen ist.
Oliver Wittke ging in Beisein der Landräte der Kreise Siegen, Hochsauerland, Märkischer Kreis, Soest und Olpe, vertreten von ihren Landräten Paul Breuer, Dr. Karl Schneider, Aloys Steppuhn, Eva Irrgang und Frank Beckehoff, in die Vollen. Die alte Förderpolitik sei mit der Einführung der Regionalen in Südwestfalen vorbei, sagte Wittke. Zukünftig gebe die Regierung in Düsseldorf nur noch Geld für die Tüchtigen aus. Man setze auf Wettbewerb bei den Ideen. "Die Besten werden sich durchsetzen, die Besten werden unterstützt." Und auch das Engagement werde einen hohen Stellenwert erhalten. Sich commode zurücklehnen und nach dem alten Muster irgendein Projekt aus der Schublade ziehen, wovon man glaube, das hatten wir noch nicht, wollen mal sehen, ob's dafür noch ein paar Euro gibt, das sei vorbei. Wer sich nicht lang macht, der gehe halt leer aus.
Die Jury habe sich einstimmig für die Region Südwestfalen entschieden. Dem, so Wittke gestern im alten Sitzungssaal des ehemals Preußischen Amtsgerichtes, trage das Landeskabinett voll Rechnung. In der Region gebe es einen starken Mittelstand und ein touristisch interessantes Gebiet. Auch der demographische Wandel sei im Beritt des Sauer- und Siegerlandes angekommen und werde als Herausforderung gesehen. Stark sei auch das Engagement der Wirtschaft und der Industrie, die einen dicken Batzen Geld in die Regionale pumpten. Aber auch die Bevölkerung habe das Kirchturmdenken früherer Jahre aufgegeben und sehe sich mehr oder weniger als südwestfälische Einheit.
Wittke: "Bei den Häuptlingen klappt das schon alles ganz gut." Jetzt aber müssten auch die Indianer ran wie Planer, Räte, Kreistage etc.
Landrat Frank Beckehoff machte klar, dass man sich unter den Landräten vom Grundsatz her einig sei; nach dem gestrigen Plazet der Regierung wolle man ab sofort durchstarten und Strukturen erarbeiten. Das Regionalbüro wird in Olpe stationiert. Der Vorsitz rotiert und wechselt jährlich. Man werde nicht gegeneinander, sondern miteinander die Region nach vorne bringen, meinten Eva Irrgang und Aloys Steppuhn unisono.

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