Stripeinlage krönte bunten Abend
08.06.2008 | 18:56 Uhr 2008-06-08T18:56:00+0200
Siegen. Das Rockförderfestival ging am Freitagabend in die zweite Runde. Auf der Bühne der Blue Box wetteiferten die „Dead Flying Birds”, „Absolut Unbekannt” und „Speak Free” (Foto) um die Qualifikation für das Finale des Nachwuchsband-Wettbewerbes.
Sie sorgten vor etwa 220 Besucher für einen abwechslungsreichen und bunten Abend. Den Anfang machten die „Dead Flying Birds” mit einem dramaturgisch durchdachten Einstieg, bei dem die Musiker nach und nach auf der Bühne erschienen. Ihren Stil bezeichnen die jungen Musiker als eine Mischung aus Punk, Hardcore und Metal. Mit gleich zwei Sängern boten die Netphener einen energetischen Auftritt. Besonders Dennis Hartmann stach mit seiner klaren, an vergleichbare Bands wie Boy Sets Fire oder Thrice erinnernden, Stimme hervor. Das Publikum reagierte enthusiastisch und würdigte die Leistung des Sextetts mit Applaus und Zugaberufen. Die Musiker zeigten sich über die Reaktionen ebenfalls sehr begeistert und befand einhellig, man habe „den besten Auftritt der Bandgeschichte gespielt”. Seit vergangenem Jahr hat das Team vom Rockförderfestival die obere Altersgrenze für Bandbewerbungen von 27 auf 21 Jahre heruntergesetzt. „Wir wollen damit vor allem die Nachwuchsbands fördern und die jungen Musiker ermuntern, sich zu bewerben”, erklärt Veranstalter Frank Kimpel.
Junge Punkrocker „Absolut Unbekannt”
Die Punkrocker von „Absolut Unbekannt” waren mit einem Altersschnitt von 16 Jahren die jüngsten Musiker an diesem Abend. Die Siegener Band absolvierte ihren ersten Auftritt in der Blue Box. Absolut unbekannt schien die Band dem sachkundigen Publikum indes nicht gewesen zu sein: Das seit Februar 2008 existierende Trio konnte die Anwesenden mit ihrem Deutschpunk zum Tanzen und Mitsingen animieren und es wurde reichlich applaudiert. Tatkräftig unterstützt wurden die Musiker zudem durch einen persönlichen Freund, der das Publikum fortwährend anfeuerte. Im Gegenzug bedankte sich die Band mit einem Geburtstagsständchen für den Kollegen, für das man eigens die Positionen an Schlagzeug und Gitarre tauschte. Als letztes enterten „Speak Free” die Bühne. Der Name ist Programm bei den Siegenern. Die Band setzt sich für die Freiheit der Gedanken und Worte ein und propagiert dies auch in den Liedtexten. Das seit 2005 musizierende Quartett kann bereits auf einige Konzerte zurückblicken. Die mittlerweile vorgerückte Zeit hielt das bereits geschrumpfte Publikum nicht vom Tanzen ab. Somit konnten auch „Speak Free” mit ihrem melodischen Punkrock noch einigen Beifall ernten. Gekrönt wurde der Auftritt übrigens noch durch die spontane Stripeinlage eines Zuschauers, die einen wesentlichen Beitrag zur Erheiterung der noch Anwesenden darstellte.

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