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„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab

30.04.2010 | 17:08 Uhr

Berlin. Google soll die Aufnahmen von deutschen Straßen und Häusern über „Street View“ erst veröffentlichen, wenn alle Widersprüche von Bürgern abgearbeitet sind. Darauf hat sich Verbraucherschutzministerin Aigner mit dem Internet-Konzern geeinigt. Zudem können Städte künftig Sammelwidersprüche einlegen.

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Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich mit Google über den Internet-Straßenansichtendienst „Street View“ geeinigt. Google werde den Dienst in Deutschland erst veröffentlichen, wenn alle Widersprüche von Bürgern eingearbeitet seien, teilte das Verbraucherministerium am Freitag in Berlin mit. Zudem könnten Städte und Gemeinden künftig Sammelwidersprüche gegen die Veröffentlichung von Bildern von Häusern und Straßen einlegen.

Für das Projekt „Street View“ lässt das US-Unternehmen auch in Deutschland Straßen und Häuser fotografieren und erfasst zugleich private W-Lan-Basisstationen der Computer-Nutzer. Bürger können jedoch gegen eine Veröffentlichung der Daten Widerspruch einlegen. Google muss dann beispielsweise betreffende Häuser und Gärten unkenntlich machen.

Kommunen können in Rathäusern Widerspruchslisten auslegen

Laut Aigner akzeptiert das Unternehmen nun auch Unterschriftslisten von Bewohnern von Städten und Gemeinden, die ganze Straßenzüge betreffen. Demnach können Kommunen nun in den Rathäusern vorformulierte Widerspruchslisten auslegen.

Heute schon gegoogelt?

„Wer nicht auf dem Präsentierteller der digitalen Welt landen will, kann jederzeit Widerspruch einlegen und seine Daten löschen lassen“, erklärte die Verbraucherministerin nach dem Treffen. Google habe ihr zugesichert, dass Widersprüche nicht nur per E-Mail sondern auch per Post eingereicht werden können. Auch nach einer Freischaltung von „Street View“ sei dies weiter möglich.

Google: „Keine zeitliche Verschiebung“

Ein Google-Sprecher sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen habe wiederholt bekräftigt, dass Widersprüche noch vor dem Start von Street View in Deutschland berücksichtigt würden. Mit dem noch für dieses Jahr geplanten Start des neuen Dienstes habe „dies nichts zu tun“. Es werde „keine zeitliche Verschiebung“ geben, sagte der Sprecher.

Derzeit lässt Google in Deutschland Straßen und Häuser fotografieren, um Street View auch hierzulande starten zu können. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos auch Privatgebäude zeigen und dies Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnte. Außerdem sind Menschen und Autos zu sehen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befanden. (ddp/afp)

DerWesten



Kommentare
01.05.2010
07:54
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von mspoetnik | #11

@4-,
du bist ja mit sehr wenig zufrieden.Haste noch mehr so Erfolge von schwarz-gelb?Vielleicht wähl ich die dann in 300 Jahren auch mal.

01.05.2010
05:27
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von Ekel | #10

Ich wünsche mir dass von jedem der dagegen klagt und vielleicht auch damit durchkommt, dass 7 Tage die Woche 100 Japaner mit Fotoapparaten nur von dem einen Haus Fotos machen und die Bilder 1000-fach ins Internet gestellt werden. Vielleicht noch mit Votings: Würden Sie darin einziehen? ja/nein

01.05.2010
05:23
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von HugoBiss | #9

Ganz genau @Sa.Tirik!
Das musste mal gesagt werden.

Aber so ist der Deutsche nun mal, ein Zaun um sein Grundstückchen reicht ihm nicht mehr.

30.04.2010
23:26
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von sich-Fragender | #8

gegen asoziale FDP

30.04.2010
22:22
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von Sa.Tirik | #7

Wieso habe ich beim Lesen solcher Artikel immer das Gefühl vielfach von Paranoikern umgeben zu sein.
Ihr liebenswerten Googlegegner, was habt ihr eigentlich zu verbergen, euer Haus mit der pinkfarbenen Fassade und der braunen Haustür. Den kleinen Vorgarten mit Gartenzwerg.
Eueren VW Golf, Audi A4, Fiat Punto.
Jeden Tag werdet ihr damit gesehen. Jeden Tag fahren oder gehen Mensch an eurem pinkfarbenen Haus vorbei und denken vielleicht noch: „wat ne scheiß Farbe und diese Tür also näh.“
Und wo Eure Daten schon überall gespeichert sind, bei der Schufa, beim Finanzamt, beim Katasteramt, bei der Krankenkasse, beim Handyanbieter, bei der Telefongesellschaft, beim Reisebüro, bei der Fluglinie, in den von euch besuchten Hotels, event. sogar mit Foto von der letzten Sause, bei Aldi, bei Lidl, bei Real, bei der Metro, eben überall dort wo Ihr einkauft und mit Karte bezahlt. Wenn Ihr obendrein noch stolze Paybackkartenbesitzer seid, dann kann euer Kaufverhalten bestens studiert werden.
Es gibt Firmen, die ganz verrückt darauf sind, dass nennt man dann Marktforschung.
Also, was gibt es noch zu verbergen?

30.04.2010
22:22
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von Hansus | #6

Mal andersherum.
Was würden amerikanische Sheriffs wohl sagen,wenn eine deutsche Firma in ihrer Stadt einen Strassenzug nach dem anderen fotografierte.
Wetten,daß die es nicht eine Stunde lang machen würden.

30.04.2010
21:42
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von ayberger | #5

Liebes Goggle, ich bestehe darauf, daß meine Straße und mein Haus dick und groß gezeigt wird!

30.04.2010
21:30
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von KLUUUUUG | #4

Ein großer Erfolg der schwarz/gelben Regierung. Dank Frau Aigner und er wird wie so oft nicht tolleriert....
das Linke pack hier kennt halt nur einseitige Sichtweisen und Mauergedankengut

30.04.2010
20:19
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von herr ochse | #3

@ 2: mal ganz was neues... da will jemand klagen, wenn sein haus nicht erscheint. :)

30.04.2010
20:04
„Street View“ - Aigner ringt Google Bedingungen ab
von sich-Fragender | #2

Also ich werde gegeben Fall klagen wenn mein Haus nicht in Maps erscheint.

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