Stolperlauf endet für Friesinger im Debakel
19.02.2010 | 12:07 Uhr 2010-02-19T12:07:00+0100
Debakel für Anni Friesinger: Die 16-malige Eisschnelllauf-Weltmeisterin kam im olympischen 1000-m-Rennen nach einem Stolperlauf nicht über den 14. Platz hinaus.
Die 33-jährige Anni Friesinger verpasste nach einer Seuchensaison mit Kniebeschwerden, Knöchelproblemen und Schweinegrippe bei ihrem ersten Auftritt im Richmond Oval die anvisierte Medaille um 99 Hundertstelsekunden. Am kommenden Sonntag bestreitet die zweimalige Olympiasiegerin über 1500 m ihren letzten Einzel-Wettkampf bei Winterspielen.
Wolf auf Platz 17
Top-Favoritin Christine Nesbitt holte die erste kanadische Goldmedaille in Richmond. Die Weltmeisterin setzte sich in 1:16,58 Minuten mit zwei Hundertstel Vorsprung vor Annette Gerritsen aus den Niederlanden und deren Teamkollegin Laurine van Riessen (1:16, 72) durch. Beste Deutsche war Friesinger-Postma, weil auch die Berlinerin Monique Angermüller (1:18,18) auf Rang 22 bitter enttäuschte. Jenny Wolf, deren Turbo nur für eine Runde zündete, lief nach ihrer 500-m-Silbermedaille auf den 17. Platz (1:17,91).
Friesinger-Postma lief aufgrund ihrer schwachen Weltcup-Ergebnisse bereits im zweiten Paar der zweiten Startgruppe gegen ihre alte Rivalin Jennifer Rodriguez aus den USA. Sie ging auf schwer zu laufendem Eis das Rennen ordentlich an, doch eingangs der zweiten Kurve unterlief ihr ein schwerer Fehler. Sie verlor die Balance und musste sich unter Kontrolle bringen, bevor sie weiterlief. Als sie im Ziel ihre Zeit sah, stützte sie enttäuscht die Hände auf die Knie. (sid)

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