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Bürgerfest und Demo:

Städte mobilisieren gegen NPD-Kundgebungen

04.06.2009 | 21:14 Uhr
Städte mobilisieren gegen NPD-Kundgebungen

Kreuztal/Hilchenbach. Die Siegerländer Kommunen machen gegen die für den heutigen Freitag angesetzten Kundgebungen der NPD mobil. In Hilchenbach wird ab 17 Uhr das Bürgerfest „Bunt statt Braun” stattfinden. In Kreuztal soll es ab 15 Uhr ein Zeichen gegen Rechts geben.

Die Kreuztaler Parteien haben beschlossen, ihre Wahlplakate zu überkleben, um für die Kundgebung gegen die NPD zu werben. Fotos: Kuhn/Völkel

Die Kommunen reagieren damit auf die Veranstaltungen der rechtsextremen Partei, die damit ihre Wahlkampftour durch das Kreisgebiet fortsetzt. In Hilchenbach wollte die NPD auf den Marktplatz. Wegen des Bürgerfestes - getragen von der Stadt allen Fraktionen, dem Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, Schulen, DGB und Kirchen - müssen die Neonazis nach Dahlbruch ausweichen. Sie werden ihre Kundgebung vor dem Schwimmbad abhalten. „Die Neonazis dürfen nicht ohne weiteres unseren Marktplatz in beschlag nehmen. Der gehört den Demokraten”, betonte Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab.

Neonazis müssen den Demokraten weichen

Binnen weniger Stunden habe das Bündnis ein Bürgerfest mit Live-Musik und politischen Beiträgen auf die Beine gestellt, mit dem Hilchenbach ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen wolle. Das Fest geht von 17 bis 20 Uhr.

Bereits zuvor findet eine Protestveranstaltung in Kreuztal statt, wo der Wahlkampfzirkus der NPD um 15 Uhr beginnen soll. Zeitgleich haben alle Fraktionen, die Oberstufen von Gesamtschule und Gymnasium, die Mitglieder von Ausländer- und Seniorenbeirat sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und anderer Kreuztaler Betriebe dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen Rechts setzen. Als Redner sind Kreuztals Bürgermeister Rudolf Biermann und der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase vorgesehen.

Die drei Parteien CDU, SPD und FDP, die am Markttag noch für die bevorstehende Europawahl am Sonntag warben, nutzten ebenfalls die Gelegenheit, die Marktbesucher auf die Anti-NPD-Veranstaltung hinzuweisen. Der Aufruf zur Teilnahme wurde auf einigen der vorhandenen Wahlwerbeständer aufgeklebt.

Die Demokraten verdrängen damit auch hier die Neonazis vom Marktplatz: Als Ausweichmöglichkeiten wurden den Rechtsextremen in Kreuztal wahlweise der Roonstraßenparkplatz oder der städtische Parkplatz am Heugraben angeboten.

Otmar Kuhn und Alexander Völkel

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