SSB wehrt sich gegen Umzugspläne
07.01.2008 | 16:27 Uhr 2008-01-07T16:27:09+0100(ut) Nach dem Willen von Sportdezernent Dr. Christian Schmidt soll der Stadtsportbund Hagen gemeinsam mit dem Sportamt nach Hohenlimburg umziehen. "Nachwievor halte ich eine räumliche Nähe beider Institutionen für sinnvoll", erklärte Dr. ...
... Schmidt gestern im Gespräch mit der WR. Die Umzugspläne der Verwaltung, soweit sie den Stadtsportbund betreffen, rufen beim Vorstand des SSB lautstarken Widerspruch hervor. "Sowohl für unsere Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer wie auch für Jugendliche und Senioren, die unsere Geschäftsstelle regelmäßig besuchen, wäre der Weg nach Hohenlimburg nicht zumutbar", findet die 1. Vorsitzende des SSB Hagen, Christel Kipping. Unabhängig davon seien die angebotenen Räumlichkeiten in Hohenlimburg nicht ausreichend. "Heute haben wir knapp 80 qm zur Verfügung, in Hohenlimburg hätten wir aber nur drei Zimmer mit jeweils elf Quadratmetern." Schade findet Schmidt in diesem Zusammenhang, dass der SSB einen Ortstermin in Hohenlimburg "einfach abgesagt und uns im Regen stehen gelassen hat". Es handele sich nicht einfach nur um drei kleine Zimmer sondern auch um einen zusätzlichen Besprechungsraum. Sportamt und Stadtsportbund sind zurzeit noch in einer städtischen Immobilie in der Hochstraße untergebracht, die die Verwaltung aber gerne verkaufen würde.
Dr. Schmidt wird sich morgen mit dem Vorstand des SSB treffen, um die Situation zu beraten. Allerdings sieht er im Moment keine Alternative für den Standort Hohenlimburg: "Ich habe keine anderen städtischen Räumlichkeiten in Citynähe, die ich dem SSB anbieten könnte." Bezugnehmend auf die letzte Ratssitzung, in der sich Vertreter der meisten Parteien gegen einen Umzug des SSB nach Hohenlimburg ausgesprochen hatten, sagte Schmidt: "Selbstverständlich steht es dem Stadtsportbund frei, sich in Hagen selbst nach geeigneten Büroräumen umzusehen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass der SSB bisher in städtischen Gebäuden mietfrei untergebracht war."
Christel Kipping pocht derweil auf eine Unterbringung in der Innenstadt und stellt weitergehende Forderungen: "Allein der Umzug vor zwei Jahren hat uns 15 000 Euro zusätzlich gekostet, die wir investieren mussten, um die die Räumlichkeiten in der Hochstraße überhaupt als Büro nutzen zu können. Sollten wir dort jetzt ausziehen müssen - wobei wir bis heute noch nicht einmal eine Kündigung erhalten haben - , erwarten wir dafür eine Entschädigung." Und sie geht noch weiter: "Sollten wir gezwungen sein, privat Räume in der Innenstadt anmieten zu müssen, dann erwarte ich von der Stadt selbstverständlich auch einen Mietkostenzuschuss. Dass ist gängige Praxis für vergleichbare Einrichtungen in anderen Städten."

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