Sportvereine wollen der Stadt beim Sparen helfen
03.06.2007 | 14:50 Uhr 2007-06-03T14:50:12+0200Kreuztal. Die Sportvereine der Stadt wollen beim Sparen helfen. Im Gegenzug bleibt es dabei, dass die Stadt keine Entgelte oder Betriebskostenzuschüsse entrichten.
Einige Vorschläge kam zusammen, nachdem die Stadtverwaltung die Vereine befragte hatte, ob und in welchem Umfang sie zur Reduzierung der Kosten beitragen könnten, um die Stadt zu entlasten. Jetzt lagen die Vorschläge im Sportausschuss auf dem Tisch. Nicht alle allerdings haben unbedingt messbare Einsparungen zur Folge. So schlugen der FC Littfeld und der TuS Fellinghausen zum Beispiel vor, Spardüsen in die Duschen einzubauen. Dabei duschten die Sportler bereits sparsam: "Duschsparköpfe sind vorhanden", schrieb die Verwaltung in ihrer Stellungnahme. In mehreren Vorschlägen regten Vereine die Übertragung der Schlüsselgewalt an. "Sprich: Einsparung von Hausmeistern", erklärte Karl Pohlmann." Auch ein Schreiben des TV Eichen schlug das vor. "Sämtliche Sporthallen der Stadt, mit Ausnahme der Dreifachhalle und der Halle D, befinden sich bereits in der Obhut der Vereine", sagte Schulamtsleiter Dieter Loske. "Einsparpotenziale sind da so gut wie nicht mehr vorhanden." Die Dreifachhalle sei wegen ihrer Größe und der vielen Vereine, die dort zusammenkommen, bewusst ausgenommen. Allerdings sei es möglich, Kosten durch Übernahme der Hallendienste wenigstens teilweise einzusparen.
Mehrere Vereine sagten zu, kleinere Reparaturen oder Renovierungsarbeiten selbst zu übernehmen - eine Möglichkeit, die auch die Verwaltung sieht. Der TV Kredenbach-Lohe schlug vor, ein Tor, das als Durchgang zum Sportplatz dient, zu isolieren und einen Bühnenvorhang in eigener Regie, gegebenenfalls mit Zuschuss der Stadt, anzuschaffen.
Besonders pfiffig war der Vorschlag eines kleineren Vereines, der zurzeit einen städtischen Container nutzt. Er wollte sich mit "fünf bis zehn Euro pro Jahr und Mitglied" an den Kosten beteiligen. Allerdings soll eigentlich für den Container eine Miete von 80 Euro im Monat erhoben werden. Beim Vorschlag des Vereines aber, der lediglich 19 Mitglieder hat, handele es sich "nicht um eine Einnahmesteigerung, sondern um eine Kostenreduzierung für den Verein", stellte die Verwaltung fest.
Mit einem klebrigen Problem befasste sich der Ausschuss, als es um die Sauberkeit in den städtischen Hallen ging. Den Vereinen, speziell den Handballern, ist die Verwendung von "Fingerharz" nicht erlaubt. Karl Pohlmann: "Das ist landesweit so und auch in unserer Benutzungsordnung so verankert." Allerdings sollen die Vereine nicht schlechter gestellt werden, wenn andere Vereine es auch benutzen, sagte Bürgermeister Biermann. Deshalb sei eine Beteiligung des Vereines an den Reinigungskosten eine geeignete Lösung. Die Hauptnutzer der betroffenen Zweifach- und Dreifachhalle, der TuS Fellinghausen und der TuS Ferndorf, sagten zu, das Entfernen des Harzes in gewissen Grenzen zu übernehmen.

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