Situation in Phoenix-Halle soll sich gegen Ulm entspannen
13.10.2009 | 10:43 Uhr 2009-10-13T10:43:00+0200
Hagen. Es war eine Premiere mit Hindernissen. Nicht nur die zahlreichen Patzer und Fehlwürfe auf dem Feld ärgerten die Basketball-Fans von Phoenix Hagen bei der 79:85-Niederlage gegen Paderborn.
Auch die vielen Unzulänglichkeiten in der neuen Halle schränkten den ungetrübten Bundesliga-Genuss ein. Noch am Abend beschloss man bei Phoenix etliche Konsequenzen für die nächsten Heimspiele.
Im Gegensatz zum starken Auftakt von Gießen war manche Aktion der Gastgeber, etwa von der Freiwurflinie, in der neuen Phoenix-Halle kaum mitanzusehen. Für eine ganze Reihe Besucher galt das auch im Wortsinne, denn sowohl auf der Stehplatztribüne als auch auf den gegenüberliegenden Plätzen traten erhebliche Sichtprobleme auf. „Man hätte doch im Vorfeld beispielsweise Schulklassen zur Probe nehmen können”, wunderte sich Zuschauerin Cornelia Hess. Die Sitzplatz-Besucher des Blocks A mussten wegen der vollgestellten Aufgänge das ganze Spiel über stehen, um einen Blick aufs Spielfeld zu erhaschen. Bei allem Verständnis für das Provisorium gab es deshalb einige Kritik in diversen Internet-Foren, zumal man in den Pausen sehr lange brauchte, um zu Getränkeständen, Toiletten oder Ausgang zu kommen.
Besserung gelobt
Zum Ulm-Spiel hat man bei Phoenix Besserung gelobt. „Manche Dinge konnten erst jetzt erkannt werden, als die Halle erstmals richtig voll war”, räumt Marketing-Managerin Anna Jäger ein. So würden die Aufgänge künftig vom Security-Personal stets freigehalten („Wir haben gestern gesehen, wo das Personal dringend gebraucht wird”), Getränke- und Fanartikel-Stand sollen aus den Gängen nach draußen verlagert werden. Für den Raum vor der Halle arbeite man zudem an einer Überdachungs-Lösung. Vor allem aber, so betonte Hallenumbau-Koordinator Andreas Marx, würden künftig keine Stehplatz-Tickets für den Innenraum mehr verkauft. Marx ist sich sicher: „Schon am nächsten Sonntag werden wir da eine deutliche Entspannung haben.
Vorgesehen ist zudem eine Brücke über das Rolltor zum VIP-Bereich, um die Situation am Ausgang zu entzerren. Und noch in der Nacht habe der Geschäftsführer des benachbarten Hohenlimburger Metallpresswerks Phoenix angeboten, dass der Fluchttunnel nun doch auch als regulärer Ausgang genutzt werden könne. Das würde vor allem die Besucher der Blöcke E und D freuen, die am Sonntag von der Security aufgehalten wurden, bis alle Spieler vom Parkett in die Kabinen gelangt waren. An der Einlass-Kontrolle will man das Personal deutlich aufstocken, mit Bauzäunen zudem für eine gewisse Kanalisierung der Besucher sorgen. Der erste Test unter Realbedingungen sei „hilfreich und lehrreich” gewesen, so Marx.
Nachdem ein Gutachter für Lüftungs- und Heizungsanlage noch am Samstag Abend eine vorläufige Genehmigung für vier Wochen erteilt hat, muss nun die Heizungsanlage nachjustiert werden. Die Sauna-Temperaturen vom Auftaktspiel sollen dann der Vergangenheit angehören. Dabei betonte Marx: „Nur dank der sehr guten Kooperation mit dem Bauordnungsamt noch am Samstag Abend konnte überhaupt gespielt werden.” Zudem konnte er auch Positives berichten: Von Polizei, Feuerwehr und THW habe es keine Beanstandungen gegeben. Und Bundesliga-Geschäftsführer Jan Pommer habe ihm angesichts der Kürze der Zeit zur Fertigstellung der Halle gratuliert.
Auch viele Besucher am Sonntag äußerten Verständnis angesichts der Umstände. Vor allem die Parkplatz-Organisation überraschte viele Fans positiv. „Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, da es ja vorher noch nie ausgetestet werden konnte”, sagte ein Zuschauer. Und der längjährige Phoenix-Fan Michael Scheller schlug vor: „Man könnte doch auch den in der Nähe liegenden Aldi-Parkplatz verwenden, indem man sich mit den dortigen Besitzern verständigt.” Dabei wies Marx bedauernd darauf hin, dass der Bilstein-Parkplatz nicht einmal zur Hälfte gefüllt gewesen sei.
In Sachen Stimmung, das war der einhellige Tenor, ist die neue Phoenix-Halle eine Bereicherung für die Liga. „Der Faktor Stimmung in der neuen Phoenix-Halle war immens”, sagte etwa Paderborns Trainer Olaf Stolz nach dem knappen Sieg der Gäste: „Egal, ob in der Ischelandhalle oder hier: Wenn du nach Hagen fährst, dann weißt du, was dich erwartet. Ich freue mich darüber, dass Hagen wieder in der BBL ist.“
11:59
der hauptkritikpunkt - die sichtverhältnisse - wird sich schlicht und einfach nicht ausräumen lassen! man kann ja nicht mal eben steilere tribünen bauen. das war eigentlich auch von vorne herein klar. natürlich hätte phoenix hagen das kommunizieren können - vielleicht sogar müssen, aber man möchte ja auch in gewisser weise sein eigenes produkt auf attraktive weise anpreisen und nicht schon vor dem verkauf kaputtreden/-schreiben.
1 euro fürs parken auf einem parkplatz, der eben extra zum zweck des parkens während der spiele ausgewiesen ist, finde ich jetzt nicht tragisch. da zahlt man andernorts das drei-/vier-/fünffache!
die anderen im artikel angesprochenen verbesserungen sind sehr gut und richtig, hätte man allerdings eigentlich auch schon vorher bemerken können (stichworte: getränkestände im eingangsbereich, verschiebeung des verpflegungsbereichs nach außen, überdachung).
08:05
Naja ich finde man sollte wenigstens den differenz betrag vom Sitzplatz zum Stehplatz erstatten wäre nur fair, das war allerdings nicht nur im Block A sondern auch im Block D2 so.
Zudem kann ich gut verstehen warum der Parkplatz der Firma Bilstein nur sehr schlecht ankommt wenn man zu den horenden Ticketpreisen noch Gebühren für eben diesen Parkplatz verlangt!!!
Die Sitze der III. Kategorie im Block D2 sind ebenso eine frechheit bei einem Ticketpreis von 17€ kann es wohl nicht zu viel verlangt sein das die Plätze nummeriert sind so wie die Karten es auch sind, zum anderen muss man dort auch solche Sitzschalen anbringen wie sonst auch in der Halle das Holz auf dem man zum jetzigen Zeitpunkt sitzen muss ist schmutziges und sprödes Holz, eine zumutung.
Naja vielleicht wird man da auch nachbessern was ich persönlich aber bezweifle.
07:29
na endlich eine gaaanz ausführliche berichterstattung über die unzulänglichkeiten.
liebe phoenix-verantwortlichen, ihr hattet doch nun jahrelang zeit euch über eine ordentliche halle gedanken zu machen und jetzt sowas....tztztz.
hättet ihr mal die experten der stadt mehr eingebunden, dann wäre sowas BESTIMMT nicht passiert.
ich hoffe ich erfahren dann morgen genau, welcher platz in welcher reihe betroffen war, wie die frikadellen geschmeckt haben und ob das bier kalt war.
bitte liebe redaktion, lasst uns da nicht im regen stehen und bringt diese brandheissen themen ganz offen.......
ich kann es kaum erwarten noch mehr zu erfahren
23:42
alles schön und gut, aber auch wenn die aufgänge frei bleiben, sieht man auf dem heuboden nichts!!!!
im phoenix forum werden schon die ersten stehplatz dauerkarten angeboten!