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Situation beim MSV Duisburg spitzt sich zu

20.04.2009 | 23:26 Uhr
Situation beim MSV Duisburg spitzt sich zu

Duisburg. MSV-Chef Walter Hellmich sieht Gesprächsbesarf mit Trainer Peter Neururer und fordert einen Konsens - sofern dies noch möglich ist.

Auch am Montag hatte Walter Hellmich die Ereignisse vom Tag zuvor noch nicht verdaut. Dass Peter Neururer an seine Vertragsverlängerung beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg öffentlich Bedingungen geknüpft hatte, hat den MSV-Präsidenten getroffen. Hellmich, der Neururers Vertragsunterschrift nur als „Formalie” betrachtet hatte, kündigte für diese Woche ein Gespräch mit seinem leitenden Angestellten an. „Wir müssen jetzt einen Konsens finden”, so Hellmich.

Dass Peter Neururer (Foto) an seine Vertragsverlängerung beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg öffentlich Bedingungen geknüpft hatte, hat den MSV-Präsidenten getroffen.

Es ist wahrscheinlich, dass es dann gar nicht mehr um eine Vertragsverlängerung geht. Viele Varianten sind denkbar – im Extremfall auch die, dass sich beide Seiten noch vor dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Ahlen am Freitag trennen. Dann könnte Co-Trainer Heiko Scholz zum vierten Mal in seiner Laufbahn zum Cheftrainer auf Zeit aufsteigen.

Soweit ist es jedoch noch nicht. Wenngleich die Karre festgefahren ist. Peter Neururer besteht darauf, dass ihm in der nächsten Saison eine schlagkräftige aufstiegstaugliche Truppe zur Verfügung steht. Doch Walter Hellmich machte gestern deutlich, dass an große Investitionen nicht zu denken ist. „Wir haben zweimal gezeigt, dass mit kleinen Mitteln ein Aufstieg möglich ist”, so der 65-Jährige. Der finanzielle Spielraum des Klubs ist ohnehin begrenzt. Noch kein neuer Hauptsponsor in Sicht, strenge Lizenzauflagen der DFL und zudem muss der MSV im Sommer eine Rate des Arena-Kredits abbezahlen. Spielerverkäufe machen wenig Sinn, da der Verein damit seine Mannschaft schwächen würde und den Anforderungen des Trainers damit erst recht widersprechen würde. Ohnehin wären Transfererlöse nur im begrenzten Rahmen zu erzielen. Mit Kouemaha, Bodzek oder Tararache könnte der Klub vielleicht Geld einnehmen – große Sprünge wären damit aber nicht zu realisieren.

Auch die Vertragsverlängerung von Manager Bruno Hübner ist weiterhin offen. Dass Neururer und Hübner nur gemeinsam beim MSV Duisburg weitermachen, ist für Hellmich kein Verhandlungsgegenstand mehr. „Ich rede nicht über Paketlösungen. Das gibt es bei mir nicht”, so der Vereinschef. Somit sind auch auf der Position des Sportdiektors alle Varianten denkbar: mit Bruno Hübner, mit einem neuen Mann – oder aber der Posten bleibt in der kommenden Spielzeit unbesetzt.

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Dirk Retzlaff

Kommentare
21.04.2009
19:28
Situation beim MSV Duisburg spitzt sich zu
von Der einzig wahre Rü | #38

Es sind doch genügend gute Trainer zu haben, man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen. Wie wäre es, mit Scholle weiterzumachen und dann einen neuen...
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