Siegener SC gibt Rote Laterne ab
15.11.2009 | 22:20 Uhr 2009-11-15T22:20:00+0100Das Siegerländer Verfolger-Duo Fortuna Freudenberg und VfL Klafeld-Geisweid hat durch Auswärtsniederlagen den Kontakt zu Bezirksliga-Spitzenreiter RW Hünsborn abreißen lassen.
Die Hünsborner siegten 1:0 beim TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf. Einen wichtigen Dreier verbuchte dagegen der Siegener SC durch einen 2:1-Erfolg über den SuS Niederschelden II im Abstiegskampf.
Siegener SC - SuS Niederschelden II 2:1 (1:0). Mit dem Sieg gaben die Siegener die Rote Laterne ab und verließen die Abstiegsränge. Allerdings hätten die Gäste aufgrund guter Möglichkeiten in der zweiten Hälfte durchaus ein Remis verdient gehabt. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Tobias Kämpf fiel jedoch eindeutig zu spät. Zuvor hatten Talal Abdu (35.) und Fidan Kameroli (48.) die Charlottentaler mit 2:0 in Führung gebracht. Das unter dem Strich ausgeglichene Abstiegs-Duell war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt.
SF Birkelbach - SV Ottfingen 1:2 (0:0). Interims-Trainer Markus Büdenbender startete mit einer Niederlage. Allerdings war er mit seiner Mannschaft zufrieden: „Die Einstellung hat gestimmt, darauf lässt sich aufbauen.” Kurios: Alle drei Treffer resultierten aus direkt verwandelten Freistößen. Für die Ottfinger nahm Nils Hartmann zweimal ganz genau Maß (47./75.), auf Birkelbacher Seite gelang dies Heiko Rothenpieler nur einmal (49.). In der 87. Minute hatte Rothenpieler dann die große Ausgleichchance, scheiterte aber per Foulelfmeter an Ottfingens Torwart Henning Vogt.
SV Hützemert - VfL Klafeld-Geisweid 1:0 (0:0). Gegen robust bis rustikal agierende Hützemerter fanden die Klafelder zu keinem Spielfluss und steckten eine verdiente Niederlage ein. Robert Theile markierte in der 70. Minute für Hützemert das Tor des Tages. Die aggressiven Hausherren ließen die gefürchtete VfL-Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Mit einer Ausnahme: Kurz vor der Pause hatte Christian Spies die große Chance zur Führung, scheiterte aber am Pfosten. „Wir hatten heute einen schlechten Tag”, so VfL-Trainer Stefan Dax.
SF Edertal - VSV Wenden 1:1 (1:1). Nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie gab es für die Edertaler mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Allerdings war der Punktgewinn gegen im zweiten Durchgang überlegene Gäste glücklich. In mehreren Situationen hatten die Sportfreunde es ihrem starken Torhüter Patrick Homrighausen zu verdanken, dass dem VSV-Tor von Bogdan Spasic (17.) keine weiteren Gegentreffer folgten. Immerhin: Die Hausherren überzeugten kämpferisch. Für den Ausgleich sorgte Sven Schneider in der 32. Minute. In der Schlussphase flogen Edertals Oliver Bald und Wendens Julian Eckhardt jeweils mit einer Ampelkarte vom Platz.
FSV Gerlingen - FC Hilchenbach 5:2 (1:1). 75 Minuten lang spielten die Hilchenbacher sehr gut mit und waren ein gleichwertiger Gegner. Doch mit einem Hattrick innerhalb von fünf Minuten raubte FSV-Spielertrainer Markus Niklas den Gästen alle Hoffnungen auf „Zählbares” (79./81./83.). Nach der Ger-linger 1:0-Führung durch Michael Hennrichs (18.) waren die Nord-Siegerländer kurzzeitig sogar auf die Siegerstraße eingebogen. Aus kurzer Entfernung hatte Christian Stahl zunächst den Ausgleich besorgt (30.), später brachte Manuel Müther den FC per Kopf mit 2:1 nach vorn. Ein Tor aus 35 Metern von Marco Tolzin läutete dann den Ger-linger Schlussspurt ein.
FC Altenhof - Fortuna Freudenberg 4:2 (3:0). Die kombinationssicheren Freudenberger spielten bestens mit, blieben in der Offensive aber lange Zeit äußerst harmlos. Besser machten es da die Altenhofer, die früh durch Afti Qaka in Front zogen (8.) und mit einem Doppelschlag vor der Pause bereits die Vorentscheidung markierten. Jan Wycisk und Tobias Stevens trafen. Auch das Freudenberger 1:3 von Alexander Klose (73.) brachte keine Hoffnung auf die Wende. Denn nur eine Minute später stellte Dochan Özgen den alten Abstand wieder her. Das 2:4 von Tobias Längler in der Schlussminute blieb bedeutungslos.
TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf - RW Hünsborn 0:1 (0:0). Die Wilnsdorfer zeigten zwar eine ihrer besten Saisonleistungen, standen am Ende aber doch wieder mit leeren Händen da. Über 90 Minuten bot der TuS dem Tabellenführer gleichwertig Paroli. Doch als die Nachspielzeit gerade angebrochen war, schlug Patrick Waginzik für die Gäste gnadenlos zu und schickte Wilnsdorf auf den letzten Tabellenplatz.

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