„Sekundarschule und Gesamtschule miteinander“
26.08.2011 | 20:00 Uhr 2011-08-26T20:00:00+0200
Kleve.„Es ist unsinnig, das gegeneinander zu stellen. Es kann doch ein Miteinander geben von Gesamtschule und Sekundarschule“. Das vertritt Jens-Uwe Habedank als einer der Eltern, die sich seit Monaten in der Schulfrage Kleves engagieren.
Das sei doch ein Kompromiss, der allerdings von der Politik nicht wahrgenommen werde. „Selbst in Düsseldorf“ (Regierungsbezirk) „hat die CDU ihren Frieden mit der Gesamtschule gemacht. Ich weiß nicht, warum man die hier unbedingt verhindern will“. Nach seiner Meinung könnten Kleve eine Gesamtschule und die Kommune Bedburg-Hau eine Sekundarschule unterhalten, eventuell später mit Klassennutzung in der heutigen Grundschule.
„Das sind nur Überlegungen. Ich muss ja nicht die Raumplanung machen“, sondern nur Vorschläge aus Elternsicht, sagt er. Friedrich Foerster von der Elterninitiative zieht mit am selben Strang. „Die Sekundarschule ist doch die kleine Schwester der Gesamtschule. Für Bedburg-Hau optimal. Kranenburg hätte die Räume nicht, könnte aber als Zweitstandort einer dann dreizügigen Sekundarschule Rindern existieren.“
Was ist mit dem Konzept von Garbe Consult? Foerster: „Was für ein Konzept? Mal redet der Rat von sechs- bis siebenzügig, dann schreibt Garbe von 15 bis 17 Zügen. Da ist kein Fleisch an den Knochen“. Und Habedank: „Ich weiß nicht, wofür Garbe sein Geld bekommt.“
Eine Gesamtschule mit Oberstufe werde keine Existenzgefährdung für die Gymnasien sein, glaubt Habedank. „Wir müssen im Kreis Kleve sowieso die Zahl der Abiturienten erhöhen, haben hier bekanntlich nur 24 Prozent Abiturienten, der Landesdurchschnitt 40 Prozent.“
Doch Friedrich Foerster vermutet, „dass auf Dauer nur ein Gymnasium und eine Realschule überleben werden.“ Er rechnet damit, dass die derzeitige Untersuchung der Bausubstanz am Konrad-Adenauer-Gymnasium Kellen ergeben werde, dass eine Sanierung genau so teuer würde wie ein Neubau. Die Realschule Kellen dagegen habe riesige Ausbau-Möglichkeiten.

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