Schon 4800 Anträge im Rathaus
13.01.2011 | 16:45 Uhr 2011-01-13T16:45:00+0100
Olpe.An einer zu geringen Anzahl von Teilnehmern wird der Bürgerentscheid zum Bestattungswald aller Voraussicht nach nicht scheitern: Mehr als 4800 Anträge auf Zustellung der Wahlunterlagen sind im Rathaus Olpe eingetroffen.
Obwohl die Anträge noch keine Stimmabgaben sind, rechnet man erfahrungsgemäß, so WP-Recherchen, höchstens mit einer Abweichung von 5 Prozent. Und damit der Bürgerentscheid auch tatsächlich ,über die Bühne’ geht, werden ,nur’ rund 4.000 Stimmen benötigt - ganz unabhängig, ob die Mehrheit dafür oder dagegen gestimmt hat. Die genaue Zahl der abgegebenen Stimmen wird erst am Schlusstag des Entscheids ausgezählt und bekanntgegeben.
Dass das Wahl-Prozedere zu umständlich und damit bürgerunfreundlich sei, wie in den vergangenen Tagen mehrfach zu lesen und zu hören war, will Olpes Bürgermeister Horst Müller übrigens nicht gelten lassen. „Der Landrat und alle Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen haben sich auf dieses Verfahren geeinigt, deckungsgleich zu den Kommunalwahlen. Ich kann nicht erkennen, dass das zu kompliziert oder bürgerfeindlich wäre.“ Er könne sich zwar daran erinnern, dass im Zuge der Diskussion vor einigen Jahren auch die Aufstellung von Wahlurnen diskutiert worden sei, halte das aber für deutlich aufwendiger.
Sorge bereitet dem Bürgermeister indes, was er in den vergangenen Tagen aus Gesprächen mit einigen Bürgern zum Thema habe hören müssen. Müller: „Viele Bürger, die kein Interesse am Bestattungswald haben, sind wohl der Auffassung, sich nicht an der Sache beteiligen zu müssen. Mir hat erst vor wenigen Tagen jemand gesagt: ,Was soll ich mit ‘nem Bestattungswald. Als der Mist kam, hab’ ich das gleich weggeschmissen.’ Das lässt den Schluss zu, dass sich überwiegend diejenigen an dem Bürgerentscheid beteiligen, die den Bestattungswald wollen und die anderen sich erst gar nicht weiter damit beschäftigen.“

19:10
Na, ist jetzt auch nix Neues. Schon diese Schildbürger(-meister)-Aktion mit der Krippendarstellung des Jugendparlaments, die Müller lediglich machtvoll auf dem Amtsweg statt in der Diskussion mit den Jugendlichen aus dem Weg schaffen ließ, konnte hinsichtlich des Müllerschen Demokratieverständnisses Fragen aufwerfen... Schon seltsam.
17:13
Wie kann sich ein Bürgermeister auf so ein Niveau begeben? Ein Bürgermeister muss sich dem Willen der Bürger stellen, auch wenn er sich mal korrigieren muss. Dann hätte er Rückgrat. Der größte Fehler in Olpe ist die Mehrheit der CDU. Die muss von den Bürgern geändert werden. Schwarze wirken wie Diktatoren. Leider.
16:06
So kann man das als Bürgermeister auch kommentieren, wenn man gefühlsmäßig die Felle davonschwimmen sieht.
Das Schlimme daran wird sein, dass Horst Müller alle Olper, die sich NICHT an der Abstimmung beteiligt haben werden, zu den Gegnern des Bürgerentscheides rechnen wird. So nach dem Motto: 5000 abgegebene (Ja-)Stimmen bei 20174 Wahlberechtigten werden für Horst Müller mindestens 15.000 (= 75 Prozent) Bürger sein, die eigentlich mit Nein stimmen wollten, aber irgendwie das Prozedere mit der Wahl leider nicht verstanden haben...
15:00
Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich meine lediglich die Geisteshaltung hinter dem Bild. Nicht die Lebewesen, die dieses Geisteshaltung darstellen.
14:58
Zitat: Müller: „Viele Bürger, die kein Interesse am Bestattungswald haben, sind wohl der Auffassung, sich nicht an der Sache beteiligen zu müssen. Mir hat erst vor wenigen Tagen jemand gesagt: ,Was soll ich mit ‘nem Bestattungswald. Als der Mist kam, hab’ ich das gleich weggeschmissen.’ Das lässt den Schluss zu, dass sich überwiegend diejenigen an dem Bürgerentscheid beteiligen, die den Bestattungswald wollen und die anderen sich erst gar nicht weiter damit beschäftigen.“
Ich bin einiges gewöhnt....aber hierzu fällt mir nur noch eins ein:
http://veci99.files.wordpress.com/2009/02/drei-affen.jpg