Schneeschieben kann in Olpe teuer werden
16.02.2010 | 11:15 Uhr 2010-02-16T11:15:00+0100
Olpe. Viele Olper wissen nicht, wohin mit der weißen Pracht. Kaum haben sie Schneisen zu Hauseingang oder Garage in die immer höher werdenden weißen Wälle am Straßenrand geschlagen, kommt der Schneepflug und schiebt alles wieder zu. Wird das Weiß zurück auf die Straße geschaufelt, droht ein Bußgeld.
Die Stadt Olpe drogt auf ihrer Homepage ein Bußgeld an, sollte Schnee auf die Straße geschaufelt werden. „Es ist unverständlich, wenn der Schnee, der mit Kosten und Zeitaufwand von der Straße entfernt wurde, anschließend wieder dorthin befördert wird", heißt es auf www.olpe.de. Die Stadt werde „diese Eingriffe in den Straßenverkehr nicht hinnehmen".
Das Olper Ordnungsamt beruft sich auf die Straßenverkehrsordnung, die in Paragraph 32 eine Verkehrsgefährdung durch Beschmutzung oder Benetzung der Straße verbietet, und auf die Straßenreinigungs- und Gebührensatzung der Kreisstadt. Dort heißt es in Paragraph 4 Abs. 3 unter anderem: „Der Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges oder notfalls auf dem Fahrbahnrand so zu lagern, dass der Fußgänger- und Fahrverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird. ... Schnee und Eis von Grundstücken dürfen nicht auf die Straße geschafft werden." Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert ein Bußgeld.
„Wir machen das nicht, weil wir Spaß daran haben, die Leute zu ärgern", erklärte Olpes 1. Beigeordneter Peter Wurm zur Westfalenpost/Westfälischen Rundschau. Vielmehr gehe es darum, Gefahrensituationen im Straßenverkehr zu verhindern. Mit ihrem öffentlichen Hinweis auf die Gesetzeslage habe die Stadt im Übrigen nur einer entsprechenden Bitte des Hauptausschusses entsprochen.
Doch nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird: So will die Stadt Olpe gerade angesichts der derzeitigen Ausnahmesituation nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Bußgelder würden nur im Notfall verhängt, so Peter Wurm. „Zunächst wird es eine freundliche Ansprache und einen Hinweis auf die Bestimmungen geben."

18:27
Fleißig, fleißig.
10:17
Die Politik zeigt sich mal wieder Realitätsfern und denk nur theoretisch und nicht praktisch im Sinne des Bürgers ... armes Deutschland, armes NRW, armes Olpe
10:16
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09:49
Das Leben ist eine Solidargemeinschaft. Die gewählten Vertreter sorgen dafür, dass ALLE Bürger sicher zur Arbeit oder zum Supermarkt kommen. Dies tut er, indem er die STraßen vom Schnee befreien lässt. Es ist Aufgabe des Bürgers, diese Aufgabe der Stadt fortzusetzen und den Schnee endgültig wegzuräumen. Solidarisch jeder sein eigenes Päckchen. Ich schüppe seit Wochen Schnee, ich rege mich seit Wochen auf, dass der Schneeschild IMMER auf meine Seite vom Gehweg geräumt wird und nicht zu den Nachbarn gegenüber. Aber das heißt doch nicht, dass ich allen anderen den Schnee wieder zurück auf die Straße schieben kann und damit den Straßenverkehr gefährden darf. Lieber Umdenker, wenn es nur ein wenig Schnee ist, warum soll er dann nicht unterzukriegen sein auf dem Grundstück? Es ist eben nicht nur ein wenig! Es ist eine Menge. Und wenn der von allen Anwohnern zurück auf die Straße befördert wird, wo er sich festfahren lässt und Eisplatten entstehen auf denen Unfälle geschehen, dann ist das eine Gefährdung!
Wenn kein Platz vorm Haus mehr ist, dann muss eben die Schubkarre ran und der Platz hinterm Haus genutzt werden. Das ist nicht schön, das weiß ich selbt (denn auch ich stehe zu Schneezeiten um 5 Uhr auf). Aber, auch wenn ich mit der regierenden PArtei nichts anfangen kann, anzunehmen, dass die etwas für diese Situation können, ist lachhaft.
09:37
@ Der Erklärbär
Ich glaube, daß SIE das Problem nicht verstehen. Die von Herrn Wurm genannte Gefahrensituation im Straßenverkehr entsteht doch nicht durch ein wenig auf die Straße geworfenen Schnee, der taut doch durch das Salz auf der Fahrbahn schnell weg oder wird platt gefahren und gefährdet niemanden. Die eigentliche Gefährdung entsteht durch auf die halb auf der Fahrbahn abgestellten PKW, weil deren Besitzer nicht mehr in ihre eigenen Einfahrten kommen können. Z.B. in der Auguste-Liese-Str. in Olpe passt nachts kein Rettungswagen mehr durch und so mancher Außenspiegel wurde schon abgefahren.
Natürlich sollte man zuerst mal den Schnee der zugeschobenen Einfahrt nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück deponieren, aber diese Möglichkeit hat eben nicht jeder oder sie ist irgendwann erschöpft.
Die Stadt sollte statt Bußgeldandrohung besser mal ein ernstes Wörtchen mit den engagierten Schneeräumern sprechen, damit diese nicht gedankenlos und uninteressiert möglichst schnell durch die Wohnstraßen fegen. Ein evtl. Zurücksetzen des Fahrzeugs oder ein zeitweises Umstellen der Pflugrichtung könnte da schon sehr hilfreich sein.
09:02
Arme zwei Kommentatoren, die nicht in der Lage sind, das Problem zu verstehen.
15:14
Armer Kreis Olpe traurig traurig. Haupsache Geld !!!!!!! Nehmt die armen Bürger die um fünf uhr nachts aufstehen und schon Schnee schieben, damit sie beruhigt um sechs Uhr arbeiten können ruhig aus. Hauptsache der Schneepflug der dann mal so gegen sieben Uhr die Straße schiebt, schiebt den Gehweg wieder zu. Macht ihr mal echt traurig was lasst ihr euch denn im Sommer einfallen????.
12:41
Jetzt fangen die Stadtexperten an zu spinnen. Wohin mit dem Schnee? Und hat man geräumt, kommt die Stadt per Schneepflug und schiebt alles wieder zu. Das ist einwandfrei unzumutbar. Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf!!! Macht mal die Augen richtig auf. Man muss bei sich selbst anfangen! Und wie viele Stadtwege sind schlecht geräumt???
11:54
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