Scheitert der Euro, ist auch Helmut Kohl gescheitert
02.09.2012 | 17:55 Uhr 2012-09-02T17:55:00+0200
Das sind die Fehler, die Helmut Kohl damals bei der Euro-Einführung machte: Er sah die europäische Währung als Bollwerk an gegen die von den USA aus betriebene, neoliberale Globalisierung – und verstand nicht, dass man eine Währung nicht abschotten kann.
Er sah nicht, dass eine Währung, die Volkswirtschaften unterschiedlicher Kraft zusammenbindet, in einer Krise wie ein Brandbeschleuniger wirkt. Er kriegte es nicht hin, Stabilitäts-Sünder automatisch zu bestrafen. Er schaffte es nicht, den Euro auf einen im doppelten Sinn harten Kern von Mitgliedern zu beschränken, die die Stabilitäts-Kriterien erfüllten. So ließ er Italien und Belgien hinein, obwohl deren Gesamtschulden mehr als doppelt so hoch waren wie erlaubt.
Kohl sagt, ein härterer Euro sei nicht durchsetzbar gewesen. Das stimmt wohl. Aber musste wirklich, was Kohls Idee war, eine gemeinsame Währung eingeführt werden, um Europa unumkehrbar zu machen? Merkels Satz, scheitert der Euro, dann scheitert auch Europa, heißt personalisiert: Scheitert der Euro, ist auch Kohl gescheitert.

07:54
Der Euro-Kanzler Kohl ist eher ne ziemlich dicke Wurst, aber vom Tenor her haben sie völlig recht.
13:26
Fällt der Euro fällt auch der Dicke. Wobei das mehr ein Wegrollen wäre.
10:35
Das ist nun sehr billig, alles auf Schröder/Eichel zu schieben! Klar, wenn ein Auto falsch konstruiert ist, steigt bei zusätzlicher falscher Handhabung auch das Unfallrisiko!
Ändert aber nichts an der falschen Konstruktion. Im Übrigen sollte man aufhören, immer alles an den Griechen festzumachen. Schon Italien, Spanien und Portugal gehörten da nicht rein. Mag sein, dass Schröder wohl eher die Haltung hatte: Schadet nu auch nix mehr. Ich habe Kohl schon immer für eine Katastrophe gehalten, aber jahrelang wurde nur das Hohelied des Einheitskanzlers und EURO-Architekten gesungen. Gut, dass wir anfangen, uns der Wahrheit anzunähern, wenn mich auch die Feiglinge, die es jetzt erst tun, wo Kohl schwach ist, anwidern.
von Hardisch - Bei Italien bin ich mir nicht sicher ob dies für den Start gilt. Portugal und Spanien sind aber ebenfalls zu Zeiten von Schröder/Eichel dazu gekommen. Es bleibt dabei hätten sich alle an die aufgestellten Regeln gehalten, einschließlich der EZB, hätten wir diese Krise nicht. Schröder/Eichel haben die Sache ja noch verstärkt, in dem sie die letzten "Hindernisse" für die Banken und den Geldmarkt beseitigt haben. Also bitte - Kohl war sicher nicht der Überkanzler aber immer noch besser als der direkte Nachfolger.
SchleBuKaZ Kohl war wirklich eine 16 Jahre andauernde Katastrophe für dieses Land.
09:53
Hinterher sind alle schlauer! Es mag sein, dass die Regeln, die mit der Einführung des EURO verbunden waren, hätten besser abgesichert werden müssen. Die Regeln, wären sie eingehalten worden, waren gut und wir hätten keine Krise!!!!! Dies gilt sowohl für den Beitritt zur EURO-Zone als auch für das Verhalten Statten in der EURO-Zone. Aber die die Regeln hat SPD Kanzler Schröder gebrochen! Nicht Helmut Kohl!! Es waren Schröder und Eichel, die Griechenland mit aller Gewalt in die EURO-Rone aufnehmen wollten, obwohl ihnen bekannt war, dass die Kriterien nicht eingehalten wurden und die Zahlen geschönt waren. Es waren Schröder und Eichel, die die fest vereinbarte Grenze von 3% Neuverschuldung gerissen haben und vor allen Dingen haben sie gemeinsam mit Frankreich, die fälligen Strafzahlungen verhindert. Dieses verantwortungslose Verhalten der damaligen SPD/Grüne-Regierung hat die Basis für diese Krise geschaffen. Kohl mag Fehler gemacht haben. Schröder/Eichel waren unfähig.
09:19
Ach?! Jetzt, 2012, fällt das langsam auf, was Kohl damals so an handwerklichen und politischen Fehlern fabriziert hat? Bei der Einheit war es ja nicht anders. Generationen dürfen das jetzt ausbaden. Und übrigens: Scheitert der EURO, scheitert DIESES Europa. Aber das muss kein Schaden sein, denn wir brauchen ein neues.
09:03
Ein Bundeskanzler der sein Ehrenwort über das Gesetz stellt ist einfach nur ein armes Würstchen.