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Schalkes Stürmer Halil Altintop wird ein Hesse

27.01.2010 | 20:54 Uhr
Schalkes Stürmer Halil Altintop wird ein Hesse

Gelsenkirchen. Schalkes Stürmer Halil Altintop hat sich am Mittwoch aus Gelsenkirchen Richtung Frankfurt verabschiedet. Kevin Kuranyi bleibt dagegen mindestens bis zum Saisonende bei den Blau-Weißen.

Bei den Trainingseinheiten des FC Schalke 04 treffen sich unter Journalisten-Kollegen meist die „üblichen Verdächtigen”. Nur ab und an taucht mal ein neues Gesicht auf. So am Mittwochvormittag, als ein Medienkollege, offensichtlich asiatischer Herkunft, die Runde bereicherte und gleich brandheiße Fragen an Cheftrainer Felix Magath dabei hatte: Wie denn seine ersten Eindrücke vom neu verpflichteten Hao Junmin wären.

Chinesischer Nationalspieler am Wochenende erwartet

Magath schaute amüsiert, schließlich wird der chinesische Nationalspieler erst am Wochenende im tiefsten deutschen Winter erwartet, so konnte er natürlich noch keine Live-Eindrücke schildern. Nur so viel: „Ich habe den Spieler schon vor einem Dreivierteljahr noch während meiner Wolfsburger Zeit beobachtet, da war er mir schon als interessanter Mann aufgefallen. Seine Laufbereitschaft, seine offensive Spielweise – ich denke, er wird sich in der neuen Umgebung gut entwickeln”, so das Urteil seines neuen Coaches.

Der 22-jährige Mittelfeldspieler kommt ablösefrei vom chinesischen Erstligisten Tianjin Teda und war spätestens in Deutschland einigermaßen bekannt, als er im Länderspiel in Schanghai im Mai vergangenen Jahres das 1:0 gegen die DFB-Elf erzielte.

Wenn Teda auf Schalke eintrifft, wird er Halil Altintop nicht mehr als Kollegen kennen lernen. Es war schon verwunderlich, dass der Deutsch-Türke, der in seiner Gelsenkirchener Fußballheimat offensichtlich nicht sein Glück fand, überhaupt noch zum Training am Mittwoch erschien, hatte Felix Magath doch am Abend zuvor mit seinem Frankfurter Kollegen Heribert Bruchhagen schon Einigung über einen sofortigen Wechsel des Stürmers zur Eintracht erzielt. Im Sommer hätte Altintop dann sowieso ablösefrei wechseln können. Ob die Schalker noch eine kleine Ablösesumme kassieren, oder ob sie noch an den Gehaltszahlungen bis zum Saisonenende beteiligt sind, darüber hüllte sich Schalkes Hauptverantwortlicher in Schweigen.

Kevin Kuranyi bleibt den Blau-Weißen treu

Ein anderer Top-Verdiener wird mindestens bis zum 34.Spieltag noch von Schalkes Gehaltsbuchhaltung geführt, aber er zahlt dieses auch in dieser Saison wieder mit einem zweistelligen Torkonto zurück: Kevin Kuranyi bleibt den Blau-Weißen auf jeden Fall treu, „da passiert bis zur Wechselfrist garantiert nichts mehr, das Thema ist durch”, verspricht der Torjäger, dem sein Sturmkollege Farfan ja sogar zutraut, am Ende bei 20 bis 25 Toren zu stehen. Kuranyis trockener Kommentar: „Er sieht mich ja jeden Tag im Training und kennt deswegen meine Stärken.” Die Erklärung, warum es bei ihm momentan wieder wie am Schnürchen läuft, sieht auch er im Trainerwechsel: „Ich bin topfit, und wenn wir als Mannschaft weiterhin so gut zusammen spielen, kommen die Tore von ganz allein.”

Ob er dabei lieber mit Farfan in vorderster Reihe agiert, oder doch mit Neuzugang Edu, das ist Kevin Kuranyi dabei zweitrangig: „Egal, wer spielt, wir müssen als Mannschaft zusammen halten.” Denn der Punkte-Ausrutscher vom Wochenende in Bochum habe vor allem eines gezeigt: Bayern und Bayer an der Spitze seien eindeutig die Top–Favoriten, und die Schalker müssten zusehen, dass sie erst einmal ihr Saisonziel, die Teilnahme am internationalen Fußball realisieren. Schon aus Eigeninteresse, denn nur dann wird Kuranyi wohl übers Saisonende hinaus bleiben.

Ralf Wilhelm

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