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Schalkes Gavranovic bleibt erstmal zu Hause

04.02.2010 | 11:41 Uhr
Schalkes Gavranovic bleibt erstmal zu Hause

Gelsenkirchen. Es ging zur Sache beim Training des FC Schalke 04. Zweikämpfe ließ Felix Magath üben, die Duelle Mann gegen Mann prägten das Bild am Mittwochmorgen.

Last-Minute-Transfer Mario Gavranovic machte dabei Bekanntschaft mit deutscher Härte, als ihm Manuel Neuer beim Rettungsversuch in die Beine grätschte. Der Stürmer blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, fasste sich ans Sprunggelenk, rappelte sich erst langsam wieder auf. Ob er sich beschwert habe, wurde Neuer gefragt. „Nee“, kam die Antwort von Neuer, der schmunzelnd anfügte: „Der kann noch nicht so gut Deutsch.“

Mund abputzen, weitermachen, lautet die Devise. „Wir haben keinen Grund, irgendwas schludern zu lassen“, mahnt Neuer. Mit dem Sieg gegen Hoffenheim im Rücken geht es am Samstag nach Freiburg. Aber auch mit Bochum im Hinterkopf. „Da hat gefehlt, dass wir bis zum Ende konzentriert waren.“

Kluge mischte wieder voll mit

Gleichwohl haben die Schalker ihre gute Ausgangslage nach der Winterpause weiter ausgebaut. Nach den Spielen in Freiburg und Köln könnte die königsblaue Welt sogar noch besser aussehen. „Wenn man hingeht und mit sechs Punkten rechnet, ist das der falsche Ansatz“, warnt der Keeper. „Das haben wir in der Hinserie auch gedacht.“ Was kam, war eine 0:1-Heimpleite gegen die Breisgauer.

Ein Gutes hat diese Pleite allerdings, findet Neuer: Überheblich werde Schalke am Samstag nicht in die Partie gehen. „Mit null Punkten wollen wir nicht aus zwei Spielen gegen Freiburg rausgehen.“

Zu einem erfolgreichen Abschneiden kann voraussichtlich auch Peer Kluge wieder beitragen. Der Mittelfeldkämpfer mischte nach seiner Bänderverletzung wieder voll mit. „Schön entwickelt“ habe sich der Knöchel Kluges, so Magath. „Wenn es so bleibt, wird er im Kader stehen.“

Für Gavranovic gilt das nicht. Magath machte deutlich, dass der Angreifer noch zulegen muss. „Hao Junmin macht den Eindruck, dass er körperlich weiter ist“, so Schalkes Trainer zu den jüngsten Zugängen. „Aber Mario ist erst 20, er wird konditionell noch Potenzial haben.“

Ob das Potenzial des verletzten Talents Levan Kenia reicht, um sich gegen die große Konkurrenz im offensiven Mittelfeld mit Ivan Rakitic, Alexander Baumjohann, Jan Moravek oder auch Ze Roberto durchzusetzen, muss sich zeigen. Laut einer russischen Zeitung hat Zenit St. Petersburg ein Auge auf den 19-Jährigen geworfen. Magath wollte vom Interesse der Russen allerdings nichts wissen: „Ich habe den St. Petersburg Telegraph nicht abonniert.“

Holger Schmidt

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