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Schalke quält sich zum Sieg

06.12.2009 | 19:46 Uhr
Schalke quält sich zum Sieg

Gelsenkirchen. Es war verdammt mühsam, aber am Ende reichte es. Der FC Schalke 04 kam am Sonntag zu einem schwer erkämpften 2:0 (0:0)-Sieg gegen das schon abgeschlagene Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC Berlin.

Eine geschlagene Stunde lang hielt das Abwehrbollwerk der Hertha, bevor die Schalker den entscheidenden Treffer zum Erfolg erzielen konnten. Erst durch das Tor wurde das Spiel in der Veltins-Arena interessanter, bekam sogar so etwas wie Fluss. Das war vorher nicht der Fall.

Besonders die erste Halbzeit war für Fußball-Liebhaber eine Quälerei, in der sich das abspielte, was Schalkes Trainer Felix Magath befürchtet hatte. Die Gäste aus Berlin hatten ein ziemlich dichtes Abwehrbollwerk aufgebaut und den Gastgebern fehlte es an Kreativität. dieses zu knacken. Zögerliches Mittelfeldgeplänkel mit Fehlpässen hüben und drüben sorgte auf den Rängen für viel Langeweile.

Woher sollte auf Schalker Seite das spielerische Vermögen auch kommen, hatte Felix Magath doch gleich vier gelernte Manndecker in sein Team eingebaut. Marcelo Bordon und Carlos Zambrano spielten auf ihren Positionen, aber Benedikt Höwedes (vor der Abwehr) und Heiko Westermann (links) konnten nur zeigen, dass sie das, was sie sollten, nicht spielen konnten. Und wer seine Hoffnungen auf Ivan Rakitic gesetzt hatte, hoffte einmal mehr vergebens.

Kevin Kuranyi erzielte sein 100. Bundesligator. (Foto: ddp)

Trotzdem gab es im ersten Durchgang zwei Schalker Torchancen, beide hatte Kevin Kuranyi. Einmal (19. Minute) konnte Jaroslav Drobny im Hertha-Tor gut parieren. Und beim zweiten Versucht (23. Minute) verfehlte ein Kopfball des Schalker Torjäger nur knapp sein Ziel. Das Tor, von dem sich Felix Magath auf der Trainerbank eine Art Befreiung für sein Team erhoffte, fiel aber in der ersten Halbzeit nicht.

Guter Rat war teuer, und die rund 61 000 Zuschauer auf den Rängen waren gespannt, ob die Schalker Spieler in der Kabine einen solchen mitbekommen würden. Felix Magath hatte seiner Mannschaft wohl druckvolleren Fußball verordnet, und das mit der Hereinnahme von Halil Altintop für Joel Matip unterstrichen, auch wenn er ihn acht Minuten vor Schluss wieder gegen Vicente auswechselte.

Schalke brauchte Glück

Schalke brauchte Glück, um die Berliner Abwehr nach einer Stunde erstmals richtig zu knacken. Dem Kopfballtor von Kevin Kuranyi aus abseitsverdächtiger Position, ging nämlich ein verunglückter Eckball vor Rafinha voraus, nach dem der Ball erst über den Umweg Lukas Schmitz und Marcelo Bordon den Weg zum Schützen fand, der so sein 100. Bundesligator erzielen konnte.

In der Schlussminute legte Rafinha per Foulelfmeter, Sanchez war von van Bergen gefoult worden, noch zum 2:0 nach. Und drei Minuten vorher hatten die Berliner noch Christoph Janker mit einer Gelb-Roten Karte verloren. Aber das war den Schalkern ziemlich egal. Es war ein Sieg nach dem Motto: Hauptsache gewonnen.

Wolfgang Kerkhoff


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