Samy Deluxe: Der Rapper der Nation
31.03.2009 | 13:43 Uhr 2009-03-31T13:43:00+0200
Essen. Samy Deluxe alias Samy Sorge ist einer der erfolgreichsten deutschen Rapper. Von seiner neuen Beziehung zu Deutschland erzählt der 31-Jährige auf seinem Album "Dis wo ich herkomm" und im gleichnamigen Buch, das im Sommer erscheint. Ein Gespräch mit dem Sohn einer Deutschen und eines Sudanesen
Samy, Ihr Leben ohne leiblichen Vater spielt eine bedeutende Rolle in Ihren Texten. Sie selbst leben getrennt von der Mutter Ihres Sohnes Elihja Malik. Versuchen Sie, es besser zu machen?
Deluxe: Ich lebe ja in derselben Stadt wie mein Sohn. Das sind völlig andere Voraussetzungen. Mein Vater ist damals auf einen anderen Kontinent gegangen. Daraus habe ich viel gelernt, und ich würde so was nie geschehen lassen. Je mehr man in die Vaterrolle hineinwächst, desto bedeutender wird das Thema für einen selbst. Deshalb mache ich mir viele Gedanken, wie man eine langfristige Beziehung zu seinem Sohn hinkriegt.
Zusammen mit dem ehemaligen Basketballpofi Marvin Willoughby haben Sie den Verein „Crossover” gegründet. Was ist dessen Aufgabe?
Deluxe: In den letzten Jahren habe ich großen Spaß daran gefunden, mich zu engagieren, zum Beispiel für die Aids-Hilfe. Damit ich flexibler bin und nicht nur die Ideen anderer umsetzen muss, habe ich meinen eigenen Verein gegründet. Wir machen mit „Crossover” Integrationsworkshops in Schulen, setzen Projekte und Ideen um. (Fängt an zu rappen:) „Dieses Land hat mir etwas gegeben / Jetzt will ich etwas zurückgeben”.
Früher haben Sie über Ihren Hass gegen Deutschland gerappt. Heute vermissen Sie Nationalstolz bei den Deutschen. Wie ist es zu diesem differenzierteren Bild von der Bundesrepublik gekommen?
14.5. Duisburg (Hundertmeister).
Karten gibt es für 23,70 € in unseren TICKET-SHOPs unter 01805/280123 oder www.DerWesten.de/tickets
Deluxe: Je öfter ich in Amerika war, desto cooler fand ich diesen Nationalstolz. In Brooklyn traf ich Schwarze, die wirklich Opfer des Systems waren. Aber selbst die bezeichnen Amerika noch als das großartigste Land der Welt. Sie tragen sogar noch ihren bescheidenen Teil dazu bei und machen nicht den Staat für ihr Elend verantwortlich. Das war für mich ein Anstoß, mal zu gucken, ob Deutschland wirklich so ein Scheißland ist.
Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, verstärkt die besonderen Qualifikationen und Stärken von Migranten in den Blick zu nehmen. Zielt Ihre Arbeit in diese Richtung?
Deluxe: Ich bin zwar ein dunkelhäutiger Rapper, aber unser Verein setzt sich nicht nur für Migranten und Ausländer ein. Oberflächlich kann ich mich in viele Leute hineinversetzen. In manchen Vierteln mit extrem hohen Ausländeranteilen haben es Deutsche genauso schwer wie Ausländer generell in unserer Gesellschaft.
Der Popstar als leuchtendes Vorbild für die verirrten Kids, die oft unreflektiert negative Einflüsse übernehmen – funktioniert das?
Deluxe: Man kann nicht die ganze Welt retten, aber ich fühle mich immer gut, wenn ich in Schulen gehe. Irgendwas nehmen die Kids davon mit. Im besten Falle geben sie diese Erfahrung weiter. Ich merke, dass sie sich freuen, wenn man sich Zeit für sie nimmt. Außerdem lernen sich die Kids untereinander kennen. Dabei passiert oft Interessantes. Ich mache mich für sie nicht zum Hampelmann, sondern erzähle einfach aus meinem Leben.
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Deluxe: In den Medien wird es oft so dargestellt, als würde Hip-Hop die Mittelschichtkinder auf die Straße treiben. In Wirklichkeit ist es aber so, dass viele Rapper glauben, sich gerade durch harte Straßenstorys legitimieren zu müssen. Ich bin aber gegen Zensur.
Sind die schwulen- und frauenfeindlichen Texte mancher Rapper nur Dumme-Jungen-Streiche oder echter Hass?
Deluxe: Das, was als frauen- und schwulenfeindlich abgestempelt wird, ist meist nicht ernst gemeint. Auch diese Rapper haben Freundinnen, die sie lieben. Ich selbst bin total cool mit Schwulen. Ich kenne auch Schwule, die sich selbst „Schwuchtel” nennen.
Hat sich unser Umgang mit Sprache verändert?
Deluxe: Ja, sogar stark. Wenn man es richtig transportiert, kann ein Wort wie „Schwuchtel” sogar einen gewissen Humor haben. Oft sind es die Medien, die am Negativen festhalten. In den letzten Jahren gab es auch eine Gegenbewegung, zum Beispiel F.R. mit „Hip-Hop braucht Abitur”. Aber dieser Aufhänger ist wahrscheinlich nicht stark genug, um in die Süddeutsche Zeitung zu kommen. Die berichten lieber über Bushido, wenn er mal wieder was Provokantes gesagt hat. So wird ein einseitiges Bild von der Hip-Hop-Kultur vermittelt.
Sie engagieren sich auch bei den Brothers Keepers, einem Zusammenschluss von afrodeutschen Künstlern, die gegen Rassismus und Fremdenhass kämpfen. Welche persönlichen Erfahrungen mit Fremdenhass haben Sie gemacht?
Deluxe: Gerade in Großstädten begegnet mir nur noch selten offener Rassismus. Ich müsste aber nur mit dem Auto eineinhalb Stunden Richtung Osten fahren. Genau zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin wäre ich in Lebensgefahr. Mit den Brothers Keepers sind wir dort in die Klassen gegangen, um den Kids zu zeigen, dass es auch farbige Deutsche gibt.
Die Chance, Neonazis mit musikalischen Projekten zu bekehren, bleibt auch in Zukunft eher gering, oder?
Deluxe: Darum ging es uns auch gar nicht. Wir sind ja nicht zu Nazi-Ideologen gegangen. Da saßen bloß Neuntklässler, teilweise mit Glatze und Springerstiefeln. Wenn man mit ihnen redet, haben sie überhaupt keine Argumente. Gerade in solchen Städten ist es leichter, sich den Stärkeren zuzuordnen, um kein Opfer zu sein.
12:27
Naja, über Geschmack läßt sich vortrefflich streiten.
Dieses montone Gekläffe und Gestöhne mit immer wiederkehrenden sexistischen, frauenfeindlichen, chauvinistischen Texten, pathogen vorgetragenen egoistischer infantiler Selbstdarstellung und Deutschhassertum is doch nur krank. Da hat selbst Heino mehr geistigen Esperit.
Wer dann noch ankommt und hier altruistische Freizeitaktivitäten sich zu Gute hält, hat den schalen Beigeschmack eines berechnenden umsatzsteigernden marketings.
Wie sagt ein altes deutsches Sprichwort:
Wie man im Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Lebensweisheiten sind oft tiefgründiger und ehrlicher auf den Punkt gebracht, als protege eines Künstlersmäzen.
Mahlzeit!
02:35
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20:45
hallo leute ich finde sam hat recht man unser land is nich so schlecht wie wir denken man es kommt auf die ienstellung unserer seite an und zu samy er ist und bleibt der beste deutsche rapper überhaupt sido bushido und der ganze quatsch is halt angesagter wegen den ganzen kids die denken sie seien cool wenn sie solche texte hören bei sam is einfach noch die nachricht dabei deshalb samy deluxe for ever peace out
17:47
Totaler Bockmist, er hat gegen ein Deutschland gerappt, dass die Augen nicht aufmacht, dass sich nicht um seine Jugend kümmert, er hat GEGEN EHRLOSE MISTSTÜCKE gerappt, die für sich und niemanden Verantwortung übernehmen. Nebenbei hat er sich von Beginn an sozial engagiert, gegen Aids ebenfalls, und er ist ein poetischer, intelligenter Mann, der sich vom Rotzlöffel zum verantwortungsvollen Vater entwickelt hat. Ich bin sicher nicht mehr in der Hip-Hop-Generation zuhause, aber an Samy Deluxe kommt kein Musiker, Wortkünstler etc. vorbei.
14:54
früher hat Er gegen Deutschland gerappt
ehrenlosen Typen die gegen Deutschland getextet haben sind bestimmt keine Rapper der Nation.
Wer seinen Nationalstolz bei Schwarzen in New York entdeckt ist doch komisch drauf.