Ryanair in Turbulenzen
16.08.2012 | 18:14 Uhr 2012-08-16T18:14:00+0200
Michael O’Leary, Chef von Ryanair, genießt es, sich und seine Firma öffentlich mit großem Kasperletheater zu inszenieren. Keine Idee ist absurd genug, als dass der Ire nicht auf sie käme und seien es Stehplätze im Flugzeug. Gestern war der Lautsprecher der Branche abgeschaltet. Denn gestern ist etwas passiert, das ein Unternehmen wie das seine fürchterlich durchschütteln kann: Wird die Sicherheitsqualität eines Billigfliegers in Frage gestellt, bedroht es seine Existenz. Eine „Haben-wir-es-bei-dem-Preis-nicht-immer-geahnt“-Debatte kann ruinöse Folgen haben. Vertrauen ist das größte Kapital einer Fluglinie.
Wenn es stimmt, dass die aus Kostengründen knappe Spritbetankung drei Notlandungen an einem Tag erzwungen hat, hätte O’Leary mit seinen teils kreativen, teils irrwitzigen Sparbemühungen eine Grenze überschritten, bei der Nutzen und Schaden erstmals in einem krassen Missverhältnis stünden. Hier geht es nicht mehr um kleine Späßchen. Es hilft auch wenig, wenn Ryanair auf die heftigen Angriffe spanischer Behörden und der Pilotenvereinigung Cockpit entgegnet, man bewege sich im rechtlichen Rahmen. Das klingt einfach nicht gut genug.
11:46
Liebe WAZ,
bevor Sie durch nicht korrekt recherchierte Artikel und Kommentare Unternehmen angehen,machen Sie sich bitte einmal genau sachkundig,was wirklich vorgegangen ist!
Insbesondere werfen Sie nicht dauernd Fachbegriffe durcheinander. Nur bei irgendwelchen Agenturmeldungen was abschreiben,geht gar nicht!
Kurz gesagt: Ryanair,von deren Praktiken ich wahrlich kein Freund bib,hat sich ebenso wie die crews nichts zu schulden kommen lassen. Wenn eine Priorität bei der landung gewünscht wird,wird immer hinterher ermittelt.
09:12
Wer mit Billigfliegern unterwegs ist, sollte sich eigentlich darüber im Klaren sein, daß irgendwie und irgendwo die Gelder eingespart werden.
Wem sein eigenes "Geiz ist geil" über alles geht, muß sich nicht verwundern, letztendlich in einen Seelenverkäufer zu landen. Er hats schließlich nicht anders gewollt.
Gruß
"... man bewege sich im rechtlichen Rahmen. Das klingt einfach nicht gut genug"
Was soll eine Fluggesellschaft mehr machen, als sich im rechtlichen Rahmen zu bewegen? Ein bischen schwanger geht auch nicht ! Vorverurteilungen sollte man bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse durch die spanische Luftsicherheitsbehörde vermeiden. Gibt es Verfehlungen, wäre dieser Kommentar berechtigt. Aber erst dann.