RWO will in Ahlen mit Mut nach vorne spielen
21.02.2009 | 11:07 Uhr 2009-02-21T11:07:00+0100
Oberhausen. RWO setzt beim Spiel in Ahlen auf die Trumpfkarte Offensive. Die Elf von Trainer Jürgen Luginger rechnet sich am Sonntag im Wersestadion einiges aus: Trainer Jürgen Luginger sprach vor dem Freitagstraining von "Punkten", nicht von "Punkt".
Das ist eine stimmige Alternative zum sonntäglichen Karnevalsgeschehen in Oberhausen: Wer dem Trubel entfliehen möchte und bislang mangels Alternative nie die Chance dazu sah, könnte sich Sonntag das Spiel von RWO bei Namensvetter Ahlen (14 Uhr, Wersestadion) ansehen.
Mit ein bisschen Glück kann man anschließend auch feiern: RWO hat sich bei dem direkten Konkurrenten was vorgenommen. Trainer Jürgen Luginger sprach vor dem Freitagstraining von "Punkten", nicht von "Punkt".
Alles muss zusammenpassen
Wird wie immer in dieser Liga für die Oberhausener nicht leicht und ein Selbstläufer schon gar nicht. Vielmehr müsste alles zusammenpassen, damit RWO gegen den Mitaufsteiger Zählbares mit heimbringt. Aber das klappt ja manchmal, und mitunter sogar eindrucksvoll wie beim 3:2 gegen St. Pauli zuletzt. Da zeigte RWO eine geschlossene Leistung, die mit manch glücklichen Momenten belohnt wurde. Dies gegen eine verunsicherte und personell geschwächte Hamburger Mannschaft.
Letzteres kann man bei Rot-Weiss Ahlen vermuten. Die Elf von Christian Wück weiß zwar noch, wie es ist, zu siegen (2:1 gegen Augsburg). Sie hat in letzter Zeit aber viel öfter die Erfahrung gemacht, wie es ist, ohne Punkt zu bleiben. Rot-Weiss ist die Leichtigkeit der ersten Erfolge abhanden gekommen. Folge: Das Team ist verunsichert und steht vor dem morgigen Heimauftritt unter Druck. RWO hingegen hat sich aus einer eigenen Phase der Verunsicherung wieder herausgebissen und ahnt, wo was gehen könnte.
Pappas wieder von Beginn dabei
Dies ist eine angenehme Ausgangsposition, jetzt muss man was draus machen. Trainer Luginger sieht keinen Grund, gegenüber dem Pauli-Spiel groß etwas zu ändern. Dies auch weil beispielsweise Olivier de Cock wegen seiner Sehnenreizung am Wadenbeinköpfchen definitiv ausfällt und somit Dimi Pappas wieder den Vorzug in der Dreierkette bekommt. Benjamin Reichert konnte zwar anfangs der Woche wegen leichter Kniebeschwerden nicht trainieren, ist jetzt aber wieder voll dabei.
"Wir haben vor, Ahlen in der Defensive zu beschäftigen, denn dort sind sie anfällig", sagt Luginger - und das spricht dafür, dass neben Mike Terranova auch Markus Heppke und Christopher Nöthe vorne wirbeln sollen. Dies würde zudem Druck vom RWO-Mittelfeld sowie der Defensive nehmen, die sich mit Großkreutz, Toborg und Reus hochklassigen Konterstürmern gegenüber sieht.
"Denen wollen wir so wenig Raum wie nur möglich geben", sagt Luginger und setzt dabei nicht nur auf die Dreierkette, sondern auch auf die zuletzt immer aufmerksamen Außen Kim Falkenberg und Daniel Embers. Wenn das Mittelfeld die Lage in den Griff bekommen sollte, wird es imstande sein, die Bälle zu spielen, die die drei Facharbeiter aus der Abteilung Attacke brauchen, um Erfolge zu markieren. Wenn RWO vorlegen sollte, wird es für Ahlen schwer.

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