RWO möchte endlich mal wieder punkten
24.01.2010 | 11:20 Uhr 2010-01-24T11:20:00+0100
Oberhausen. Auch wenn der Gegner von großem Kaliber ist: Fußball-Zweitligist will am Sonntag gegen den FC Augsburg die Negativserie ohne Siege und Tore endlich knacken.
Vor dreieinhalb Monaten gab es den letzten Heimsieg von RWO, Ende Oktober wurde Paderborn geschlagen. Lang genug, meint Trainer Jürgen Luginger und will Sonntag gegen Augsburg mit seinem Team endlich wieder jubeln. Dass das eine schwere Aufgabe wird, ist allen Beteiligten klar. Daher fordert Luginger von seinem Team: mehr Leidenschaft!
Die wird vonnöten sein, denn mit einer uninspirierten Vorstellung wird gegen die starke Truppe von Jos Luhukay wenig zu bewegen sein. Gegen die spielstarken Gäste hat sich RWO vorgenommen, offensiver zu Werke zu gehen. „Wir spielen zuhause und wollen mehr Akzente nach vorne setzen.” Die ganze Mannschaft wird in ihrer Ausrichtung offensiver sein. „Auch wenn wir dadurch das Risiko eingehen, hinten nicht so dicht zu stehen”, weiß Luginger. Doch bei eigenem Ballbesitz soll der Weg zum Tor gesucht werden. Damit würde Augsburg die Möglichkeit genommen, selbst aktiv zu werden. „Wir wollen die nicht ins Spiel kommen lassen, die sollen hier keinen Spaß haben”, sagt Luginger. Angesichts der Sturmqualitäten der Gäste kein schlechter Plan, um endlich einmal zu null zu spielen oder zumindest selbst ein Tor vorzulegen. Denn das war der Knackpunkt der letzten Partien: Wenn RWO in Rückstand geriet, fehlte der Mannschaft die Qualität, dies wieder wettzumachen. Und angesichts der defensiven Ausrichtung gelang es nur noch selten, den Schalter umzulegen.
Luginger fordert mehr Leidenschaft
Dies war besonders an der Position von Markus Kaya zu sehen, dem kaum vernünftige Bälle nach vorn gelangen. Wenn nun, wie geplant, das ganze Team vorrückt, sollen sich automatisch mehr Anspielstationen ergeben. So macht es Sinn, dass Luginger zwei Spitzen aufbietet. Wer dies sein wird, lässt Luginger noch offen. Zumindest aber dürfte Ronny König beste Erinnerungen an das Spiel in der Hinrunde haben. Dort traf er doppelt.
Hinter den Spitzen ist Moritz Stoppelkamp zu finden, auf den Außen sollen Oliver Petersch und Heinrich Schmidtgal für Druck sorgen. Und wenn Kaya mehr für die Offensive bewerkstelligen darf, sollte tatsächlich der ein oder andere Ball im Strafraum des Gegners landen.
Die offensivere Ausrichtung fordert selbstredend von allen in der Rückwärtsbewegung mehr Aufmerksamkeit. Vielleicht gerade von Daniel Gordon, der die Lücken hinter Kaya stopfen muss.
Thomas Schlieter ist wieder im Training. Ob er im Kader steht, wird sich erst heute beim Abschlusstraining zeigen. Neuzugang Esad Razic steht auf jeden Fall bereit.
Fehlen werden weiter Tim Kruse, Benjamin Reichert und Dominik Borutzki. Torwart Christoph Semmler könnte trotz einer leichten Fingerverletzung vor einer Rückkehr in den Kader stehen.
„Wir müssen die zwingen, Fehler zu machen”, sagt Luginger zum Gegner. Und wenn die eigenen minimiert werden, gibt es selbst gegen ein Ausnahmeteam wie Augsburg Chancen. Wie übrigens die letzten drei Spiele gegen den FCA zeigten – zwei Siege, ein Remis. (P.V.)

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