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Syrien

Rotes Kreuz holt Verletzte und Kinder aus Homs

25.02.2012 | 21:15 Uhr
Rotes Kreuz holt Verletzte und Kinder aus Homs

Beirut.  Trotz internationaler Proteste haben syrische Regierungstruppen den Beschuss der Rebellenhochburg Homs fortgesetzt. Aktivisten zufolge wurden mehrere Menschen getötet. Das Internationale Komitee von Roten Kreuz hatte Verwundete zusammen mit Frauen und Kindern aus dem seit vier Wochen belagerten Stadtteil Baba Amr holen können.

Das Blutvergießen in Syrien geht trotz aller internationalen Proteste weiter: Syrische Regierungstruppen beschossen am Samstag erneut die seit vier Wochen belagerte Homs und andere Hochburgen der Protestbewegung gegen Präsident Baschar Assad. Dabei wurden landesweit nach Angaben von Aktivisten mindestens 68 Menschen getötet.

Rotes Kreuz holt Verwundete, Frauen und Kinder

Das Internationale Komitee von Roten Kreuz (IKRK) teilte mit, es habe 7 Verwundete zusammen mit 20 Frauen und Kindern aus dem seit 4 Wochen belagerten Stadtteil Baba Amr evakuieren können . Bei den Verhandlungen für einen sicheren Korridor von dort gebe es aber keinen Fortschritt, sagte am Abend IKRK-Sprecher Hicham Hassan. Die Gespräche sollten am Sonntag fortgesetzt werden.

Das syrische Außenministerium warf der bewaffneten Opposition vor, die Evakuierung zweier verwundeter westlicher Journalisten aus Homs zu verhindern. Aktivisten sagten dagegen, die französische Reporterin Edith Bouvier und der britische Fotojournalist Paul Conroy hätten es abgelehnt, Baba Amr mithilfe des Syrischen Roten Halbmonds zu verlassen. Die beiden verletzten Journalisten forderten, vom IKRK abgeholt zu werden. Die Leichen von zwei am Mittwoch beim Beschuss durch Regime-Truppen getöteten Journalisten sind ebenfalls noch in Baba Amr.

Bouvier, Conroy und ihr unverletzter Kollege William Daniels hatten um Unterstützung beim Verlassen der Stadt gebeten. Zu der Gruppe gehört auch der Spanier Javier Espinosa. Getötet wurden die Amerikanerin Marie Colvon und der Franzose Remi Ochlik.

Das Syrische Observatorium für Menschenrechte meldete landesweit 68 Tote, ein großer Teil davon in Homs. Die Örtlichen Koordinationskomitees erklärten, landesweit seien 75 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden, 31 davon in der belagerten Stadt. Die Zahlen konnten zunächst nicht bestätigt werden.

Die "Freunde Syriens", eine Kontaktgruppe aus mehr als 70 Staaten, forderte Präsident Baschar Assad unterdessen zu einer Feuerpause auf, damit humanitäre Hilfe in die von den Kämpfen betroffenen Gebiete gelangen kann.

  1. Seite 1: Rotes Kreuz holt Verletzte und Kinder aus Homs
  2. Seite 2: Zeitung macht "Freunde Syriens" für Gewalt verantwortlich

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Kommentare
26.02.2012
11:15
@3
von findling | #3

"ist der kleinste Teil der syr. Bevölkerung" so gefährlich, dass die syrische Führung seit Jahr und Tag keine freie Berichterstattung zuläßt obwohl ihren Angaben zu Folge die Unterstützung für das Regime so stark ist?

Der UN Menschenrechtsrat hatte gegen Israel und die mehr als 1200 Toten im letzten Gazafeldzug protestiert, soll dies ihm hier angesichts geschätzter mehr als 7000 Toten verwehrt sein?

Schaun wir mal, ob die syrische Führung Kofi Annan vor Ort läßt, die israelische ließ ihn damals als UN-Generalsekretär nicht nach Jenin, da ging es um weit weniger Tote.

26.02.2012
10:46
Rotes Kreuz holt Verletzte und Kinder aus Homs
von darabu | #2

Es ist erstaunlich und spricht Bände, wenn ein undemokratischer, diktatorisch regierter, die Sharia anwendender Staat wie Saudi-Arabien, als Speerspitze der arab. Liga auftritt (mit Unterstützung seines engsten Verbündeten, den USA) und so tut , als ob ihn die Menschen dort wirklich interessierten. Heuchelei war nie offensichtlicher. Es ist der kleinste Teil der syr. Bevölkerung, die gegen Assad ist, dies wird hier iM Westen geflissentlich verschwiegen, der Aufstand in Home wird geschürt durch ausländische Kräfte und dient letztlich der Sicherheit Israels. Ich kann nur hoffen, dass die Russen und die Chinesen genug Widerstand aufbieten, um den Westen weiter davon abzuhalten die Terroristen in Syrien militärisch zu unterstützen. Wo ist der Westen wenn um den Gaza geht wo täglich Menschen sterben, seit Jahren, weil Israel den Gaza abgeriegelt hat und keine ausreichende Versorgung zuläßt. Unsere Presse zeichnet sich durch einseitige Berichterstattung und Regierungsloyalität aus. Freiheit

26.02.2012
07:17
Rotes Kreuz holt Verletzte und Kinder aus Homs
von findling | #1

für mich auch eine Erinnerung daran, dass die Bundesregierung mit ihrem Vorgehen und ihren Äußerungen den Konflikt unnötig angeheizt hat, nun ist sie nicht bei jenen, die als Neutrale oder Besonnene helfen könnten oder Einfluß haben.

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